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Titelthema

Otto Heinek: »Auch mit einem Abgeordneten würden wir uns im Parlament für die Bildung der Jugend, für die Pflege der Kultur und für europäische Werte einsetzen«

22. Landesgala am Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen in Fünfkirchen (Pécs)
Otto Heinek, Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Österreichs Botschafterin Elisabeth Ellison-Kramer, Hartmut Koschyk und Deutschlands Botschafter Volkmar Wenzel
Eine glanzvolle, mit Preisverleihung verbundene Gala veranstaltete die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen am 13. Januar im Kodály-Zentrum zu Fünfkirchen (Pécs). Zum 22. Mal feierte die ungarndeutsche Gemeinschaft am zweiten Januarsamstag den Jahrestag der Gründung der allerersten deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen im Jahre 1994. Niveauvolle Solisten und preisgekrönte Ensembles der Ungarndeutschen brachten das Galaprogramm wörtlich glänzend über die Bühne: großen Applaus ernteten die zahlreichen, vor allem aus dem Volkslied-, Volksmusik- und Volkstanzgut der Ungarndeutschen schöpfenden Produktionen – ganz den Galaprogrammen der Vorjahre ähnlich.

»Das jetzt beginnende wird aber ein besonderes Jahr werden, denn wir werden wählen und wollen mit einem Abgeordnetenmandat ins Parlament kommen. Und diese Gala mit ihrem Programm und mit unseren Auszuzeichnenden zeigt deutlich und exemplarisch, warum wir das wollen«, betonte in seiner Grußansprache Otto Heinek, der Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen: »Damit wir mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Erziehung der jungen Generationen haben. Damit unsere Vereine besser gefördert werden und so noch mehr für die Pflege unseres Kulturerbes tun können. Förderung der jungen Generationen, Pflege unseres kulturellen Erbes, Mitgestaltung eines modernen Schulwesens, Einsatz für europäische Werte und gute Beziehungen zu den Nachbarn und zwischen Deutschland und Ungarn – das ist es, wofür wir arbeiten und wofür wir uns auch im Parlament einsetzen wollen.«

Schirmherr und Festredner war der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Deutschland und Ungarn sei verknüpft, und die Ungarndeutschen spielten dabei eine Schlüsselrolle – begann Volkmar Wenzel seine Ansprache. Er betonte, dass es daher heute eine erfreuliche Normalität sei, dass Deutschland seit Jahren der wichtigste Wirtschaftspartner Ungarns ist, dass viele Städtepartnerschaften und unzählige enge Verbindungen in Wissenschaft und Kultur existierten, und dass in Ungarn so viele Deutsch könnten. Erfreulich sei, dass Ungarn die Ungarndeutschen respektiere, denn Minderheiten verdienten einen besonderen Schutz, weil diese Vielfalt ein Wert sei: »Die deutsche Minderheit in Ungarn ist heute ein besonders gutes Beispiel dafür, dass sich das Bewusstsein für die eigenen Traditionen hervorragend mit dem Bekenntnis zur Gegenwart und einer optimistischen Sicht auf die Zukunft verbinden lässt. Diese Zukunft in Europa sehen wir ja gerade darin, die Grenzen, um die jahrhundertelang gekämpft wurde, zu überwinden und Brücken zu bauen zwischen Ungarn, Deutschen und darüber hinaus. Wer könnte daran besser arbeiten als die Ungarndeutschen.« Zwar wurde die neue Regierung in Berlin noch nicht gebildet, dennoch gebe es große Beständigkeit in den Grundprinzipien der deutschen Außenpolitik, somit auch im Thema Förderung der deutschen Minderheiten – versicherte der Botschafter.

Auftretende des Galaprogramms waren: die Jugendblaskapelle Boschok-Mohatsch-Schomberg; das Wemender Duo (Flóra Tillmann und Dorina Ravasz); das Akkordeontrio von Tamás Kéméndi, Bence Benedek Treszner und Patrik Heider; Trompetenkünstler Ferenc Mausz; die Kindertanzgruppe des Valeria-Koch-Bildungszentrums; die Kapelle »Die Neun Branauer Musikanten«; das Ratkaer Duo mit Julianna Endrész-Götz und Erzsébet Molnár-Májer; Elisa Szugfill (Bohl), Anna Sára Mravinac (Werischwar), Tamás Radnai (Sanktiwan) und Bettina Emmert (Baje) mit Mundartgeschichten; das Ensemble der Deutsche Bühne Ungarn in Seksard; der Intermelody Chor aus Surgetin; die »Füzes« Tanzgruppe aus Wiehall-Kleinturwall. In der Pause spielten die Bawazer Dorfmusikanten und auf dem anschließenden Ball wurden die Gäste von der Diamant Kapelle aus Boschok unterhalten. Die Veranstaltung wurde vom Bundesministerium des Innern der Bundesrepublik Deutschland gefördert.
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