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Berichte aus Ungarn
Europa-Staatsminister in Budapest
Michael Roth informiert sich über neu gegründete Partei Momentum
Am 8. Juli besuchte Europa-Staatsminister Michael Roth die ungarische Hauptstadt. Er traf dort den Staatssekretär für EU-Angelegenheiten im Amt des Ministerpräsidenten Szabolcs Takacs. Ebenso nahm er an einer Gesprächsrunde mit verschiedenen Nicht-Regierungsorganisationen teil und informierte sich über die Arbeit der neu gegründeten Partei Momentum.
Staatsminister Michael Roth: »Vieles, was momentan in Ungarn geschieht, betrachten wir mit aufrichtiger Sorge. Ungarn ist für uns derzeit ein schwieriger Partner. In der Flüchtlingspolitik, bei der Wissenschaftsfreiheit, der Unabhängigkeit von Nichtregierungsorganisationen und der Medien sowie Fragen der Rechtsstaatlichkeit gibt es unterschiedliche Auffassungen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen. Gemeinsam mit meinem Kollegen Takacs haben wir über Themen wie Zukunft der EU, Migration und Brexit gesprochen, aber auch über die Bedeutung einer lebendigen und aktiven Zivilgesellschaft. Insbesondere die Treffen mit Nicht-Regierungsorganisationen und mit dem Vorstand von Momentum haben mir wieder deutlich gemacht, welch große Rolle zivilgesellschaftliches Engagement in einer Demokratie spielt.«
Nach seinen Gesprächen nahm Staatsminister Roth gemeinsam mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern des diplomatischen Corps an der Budapest Pride Parade teil. Im Anschluss daran sagte Staatsminister Roth: »Die Pride Parade setzt ein Zeichen für Toleranz, für Solidarität und für Menschenwürde. Ganz besonders beeindruckt haben mich die vielen europäischen Fahnen, die zu sehen waren. Das zeigt aber auch, dass wir unsere europäischen Werte wie Respekt und Minderheitenschutz nicht als etwas Selbstverständliches hinnehmen dürfen. Diese Werte müssen immer wieder aufs Neue verteidigt und gelebt werden.«

Neue Partei
Als Oppositionsbewegung brachte sich »Momentum« mit dem Referendum gegen die ungarische Olympiakandidatur in die Schlagzeilen. Bei den Wahlen 2018 möchte die von jungen Leuten geprägte Bewegung des 1989 geborenen Juristen András Fekete-Györ für eine neue Politik antreten gegen Fidesz antreten.

Hessische Europaministerin in Budapest
Lucia Puttrich besucht Politiker
Lucia Puttrich, hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund reiste am 17. bis 18. Juli zu politischen Gesprächen nach Budapest. Im Mittelpunkt ihrer Informationsreise standen die Zukunft der Europäischen Union und die Flüchtlingspolitik. Sie traf Innenminister Sándor Pintér, der ihr den ungarischen Standpunkt zur Migration schilderte. Beim Treffen mit István Mikola, Staatssekretär im Außenministerium, sowie beim Gespräch mit Szabolcs Takács, dem Staatssekretär für EU-Angelegenheiten im Ministerpräsidentenamt, ging es um Fragen der Europäischen Union. »Kein einfacher Dialog, aber nötig, weil Europa seine Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen kann«, so die Staatsministerin. Ferner traf sie Vertreter der Zivilgesellschaft und des gesellschaftlichen Lebens in Ungarn

MINT-Lehrkräfte

Europas größte wissenschaftliche Ideenbörse
Alle zwei Jahre organisiert »Science on Stage Europe« ein europaweites Bildungsfestival mit wechselndem Veranstaltungsort. An der diesjährigen Veranstaltung in Debrecen nahmen vom 29. Juni bis zum 2. Juli mehr als 400 engagierte Lehrer aus ca. 30 Ländern teil. Die Teilnehmer kamen zusammen, um sich über ihre Ideen und Konzepte für einen gelungenen Unterricht in den sog. MINT-Fächern: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auszutauschen. An Ständen, in Workshops und bei On-Stage-Aufführungen wurden innovative Projekte und kreative Experimente vorgestellt. Deutschland war durch zwölf Lehrerteams vertreten. Sie qualifizierten sich auf dem nationalen Vorentscheid von Science on Stage Deutschland e. V. in Berlin.
Das Bildungsfestival ist der Höhepunkt der Arbeit von Science on Stage Europe, sowie der Ausgangspunkt für nationale Folgeaktivitäten und länderübergreifende Zusammenarbeit. Die neu gewonnenen Konzepte werden im Anschluss in Form von Fortbildungen, Broschüren und Unterrichtsmaterialien an die Lehrkräfte weitergegeben.

Bayerns Innenminister in Ungarn
Die aktuelle Migrationslage, die Verbesserung des Grenzschutzes und die Bekämpfung des islamistischen Terrorismus waren die Hauptthemen beim Treffen von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Ungarns Innenminister Dr. Sándor Pintér am 8. Juni in Budapest. Der bayerische Innenminister erklärte, er habe mit dem ungarischen Innenminister vereinbart, die Zusammenarbeit zwischen der Bayerischen Polizei und der Ungarischen Polizei weiter zu vertiefen. Insbesondere geht es laut Herrmann um den Austausch bei aktuellen Kriminalitätsphänomenen im Rahmen der Europäischen Strategie für den Donauraum sowie um gegenseitige Fachhospitationen. Gerade auch Erkenntnisse über internationalen Terrorismus und Organisierte Kriminalität seien im Blickfeld. Außerdem gebe es unter anderem Kooperationen bei der Ausbildung von Verdeckten Ermittlern und bei Schulungen in Sachen Dokumenten- und Kraftfahrzeugkriminalität.

Netzwerktreffen Deutsch in der Deutschen Botschaft
Am 6. Juni trafen sich Vertreter der Botschaft und von deutschen Mittlerorganisationen in Ungarn sowie Vertreter Österreichs und der Schweiz und die Vertreter der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen im Rahmen einer Netzwerk Deutsch-Sitzung, um die Planungen und Termine der nächsten Monate untereinander zu kommunizieren und aufeinander abzustimmen. Die vom Kulturreferat organisierte Veranstaltung soll den regelmäßigen Austausch unter den einzelnen Akteuren fördern, damit Synergien gefunden und Doppelungen vermieden werden können. Für eine effektive Förderung von Deutsch als Fremdsprache und der Initiative »Schulen – Partner der Zukunft« (PASCH) sind die Netzwerk Deutsch-Sitzungen ein wichtiges Steuerungsinstrument des Auswärtigen Amts. Sie finden zwei Mal jährlich in der Botschaft statt.

Die Deutsche Botschaft beim Judafest

Zum zehnten Mal fand das Judafest, ein kulturelles und gastronomisches Straßenfest im Herzen des jüdischen Viertels von Budapest, in der Kazinczy Straße statt. In der früheren Kereszt utca reihten sich ehemals koschere Metzgereien, Restaurants, Kupferwerkstätte, Spielkartenwerkstätte und Cafés. Für einen Tag, am Sonntag, 11. Juni wurde hier Bühnen, Zelten und bunten Programmen Platz geboten, alles im Zeichen der jüdischen Kultur. Gast des diesjährigen, für Offenheit und Vielfalt werbenden Festivals war Europa, vertreten durch Kulturinstitute und Botschaften europäischer Länder. Am Stand der Deutschen Botschaft fanden die Besucher Informationen über das jüdische Leben in Deutschland, sie konnten ihre Kenntnisse über die jiddische und die deutsche Sprache testen, das traditionelle Purimgebäck Hamantasche kosten, Puzzle spielen und eine Ausstellung mit Portraits deutscher Künstler, Politiker und Geschäftsleute jüdischer Herkunft besichtigen.

Internationales Sommerlager in Budapest

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Am 27. Juli führten die jungen Sommerlagerteilnehmer eine Europa-Aktion durch und formulieren ihre Wünsche an die Europäische Union öffentlich im Herzen der Stadt. In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Kulturbund Mazsike haben sich die 25 Teilnehmer anderthalb Wochen mit der Geschichte des Überlebens von Juden und Jüdinnen, Formen von Widerstand und mit der Erinnerungskultur im heutigen Ungarn beschäftigt. Parallel haben sie Gartenarbeiten auf der weitläufigen Anlage des jüdischen Friedhofs durchgeführt und Grabsteine wieder lesbar gemacht. Im Rahmen des Sommerlagers gingen die Teilnehmer außerdem Fragen nach europäischer Identität in ihren Ländern und in Ungarn nach. Mit einer öffentlichen Aktion am Deak Tér teilten und diskutierten sie am Vormittag des 27. Juli ihre Eindrücke und Gedanken mit Besuchern und Einwohnern der ungarischen Hauptstadt. Das Sommerlager findet dank einer Förderung durch das Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger statt. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste trägt seit 1958 im Rahmen von kurz- und langfristigen Freiwilligendiensten zu Frieden und Verständigung bei, setzt sich für Menschenrechte ein und sensibilisiert für die Auswirkungen der nationalsozialistischen Geschichte. Jährlich absolvieren rund 180 Freiwillige in 13 Ländern ihren langfristigen Friedensdienst. Die Sommerlagerarbeit von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste begann 1962 mit Arbeitseinsätzen von Freiwilligen beim Enttrümmern zerstörter Kirchen in Magdeburg. Seitdem haben tausende junge und ältere Menschen in Ost- und Westeuropa, Israel und den USA in internationalen, intergenerativen und/oder inklusiven zwei- bis dreiwöchigen Sommerlagern beim Erhalt jüdischer Friedhöfe, bei der Renovierung von Wohnungen für ehemalige NS-Zwangsarbeiter oder bei Arbeitseinsätzen an den Anlagen von NS-Gedenkstätten mitgewirkt. Zu den Schwerpunkten des Vereins gehört auch die Auseinandersetzung mit der Vermittlung der NS-Geschichte im Einwanderungsland Deutschland.
Christine Bischatka

Großbrand in Fertörakos
Am 28. Juni um 10.37 Uhr begann einer der größten Einsätze der Wasserdienstfeuerwehren des Neusiedlersees der letzten Jahre. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mörbisch an See war von einer Privatperson davon informiert worden, dass es im Bereich des Schilfgürtels zwischen Mörbisch und Fertörakos zu einem Brand gekommen war. Dieser veranlasste umgehend die Alarmierung, kurz darauf rückte die Feuerwehr mit MTF, RLF-A 2000 und dem Einsatzboot aus.
Bereits beim Verlassen des Feuerwehrhauses konnte eine sehr große, schwarze Rauchwolke wahrgenommen werden, woraufhin die Boote der Feuerwehren Rust und Oggau über die LSZ Burgenland nachalarmiert wurden.
Bei einer Erkundungsfahrt wurde festgestellt, dass sich der Brand im Bereich der Schilfhütten im Hafen von Fertörakos befindet. Beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Mörbisch waren bereits ungarische Feuerwehrkollegen mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Zu diesem Zeitpunkt war eine Hütte bereits völlig abgebrannt, zwei weitere standen in Vollbrand. Es wurde zusammen mit den ungarischen Kollegen umgehend ein massiver Löschangriff von der Wasser- und der Landseite vorgenommen, und versucht, eine Riegelstellung zwischen den Hütten aufzubauen.
Die Löscharbeiten wurden durch den sehr starken Wind (ca. 60–70 km/h) sowie immer wieder explodierenden Gasflaschen erschwert. In weiterer Folge wurden Einsatzkräfte aus Ungarn, sowie die Wasserdienstwehren Purbach und Neusiedl nachalarmiert. Auf dem Landweg wurden die Feuerwehren Oslip, Trausdorf, Donnerskirchen, Siegendorf, Schützen und St. Georgen mit Tragkraftspritzen und Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert.
Insgesamt waren aus dem Burgenland 5 Einsatzboote, 17 Einsatzfahrzeuge, 9 Tragkraftspritzen und rund 110 Feuerwehrmitglieder im Einsatz. Letztendlich sind 10 Seehütten durch den Brand völlig zerstört worden, ungefähr die gleiche Anzahl konnte vor den Flammen gerettet werden. Um 19.30 Uhr konnte sich die letzte burgenländische Feuerwehr bei der Landessicherheitszentrale einsatzbereit melden.
Lesen Sie mehr in der Printausgabe.

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