 |
|
| Bücherecke |
|
 |
|
| Museen |
|
 |
|
| Die Schriftleitung |
|
 |
|
| Ihre Beiträge zu |
|
 |
|
| Suche in Artikeln |
  |
 |
|
|
|
 |
Maggie Haug
Max
Novum-Verlag 2008
ISBN 978-3-85022-401-7
193 Seiten 16,90 Euro
Bezug: Magdalena Haug, Dattelweg 25A, 70619 Stuttgart, Tel. 0711/8498440 |
Eine reizende Kindergeschichte hat die ungarndeutsche Autorin Budaörser Abstammung Magdalena Haug kürzlich als schönen kleinen Erzählband vorgelegt. Es geht darin um den Pinguin Max. Nicht wenig erstaunt ist die kleine Lisa, als sie bei einem Zoobesuch von einem Pinguin mit schnarrender Stimme angesprochen wird. Üblicherweise können Pinguine ja nicht sprechen. Max, der kleinste Pinguin im Gehege, kann es aber und beeindruckt Lisa damit sehr. Eigentlich fand Lisa den geplanten Familientag mit Zoobesuch von Anfang an grauenhaft. Lisa war mit ihrer Mutter aus München in einen neuen Wohnort gezogen und dort gab es Verwandte des verstorbenen Vaters, die meinten sich um Lisa kümmern zu müssen. Und nun trottet Lisa gelangweilt der Verwandtschaft nach, die sie an allen möglichen Tieren vorbeiführen, für die sich Lisa nicht im Geringsten interessiert. Statt mit dem Onkel zu den Raubtieren zu gehen, entfleucht sie dann kurzerhand und geht selbständig zu den Pinguinen. Die Pinguine erinnern sie auch an die Großmutter, denn diese vergleicht Pinguine immer mit Politikern auf einem Staatsempfang.
Und nun trifft Lisa also im Zoo einen Pinguin, der sprechen kann. Max möchte wieder in seine Heimat zurückkehren, was natürlich nicht so einfach ist, denn erstens ist der Pinguin im Zoo gefangen und zweitens ist die Antarktis dann doch weit weg. Lisa ist sich auch sofort darüber im Klaren, dass sie eigentlich mit den Erwachsenen darüber nicht sprechen kann. Ihrer Großmutter vertraut sie sich schließlich an. Großmutter Bea entpuppt sich schnell als wenig biedere Großmutter sondern als schrille Persönlichkeit, die auch dem Pokerspiel nicht abgeneigt ist – also genau die Person, mit der man einen Pinguin zur Antarktis zurückbringen kann. [...] |
|

 |
Harald Roth, Konrad Gündisch
Fünfkirchen/Pécs
Geschichte einer europäischen Kulturhauptstadt
Böhlau Verlag Wien, Köln, Weimar 2010
ISBN 978-3-78438-8
170 Seiten, zahlreiche Illustrationen
19,90 Euro
Bezug: Buchhandel |
Harald Roth und Konrad Gündisch sind zwei ausgewiesene Kenner Südosteuropas. Zusammen haben sie eine kurzweilige Geschichte der südungarischen Stadt Fünfkirchen (Pécs) verfasst. Diese erschien aus Anlass des Kulturhauptstadtjahrs, das dieses Jahr in Fünfkirchen gefeiert wird. Das Buch richtet sich besonders an Gäste und Interessierte aus dem deutschsprachigen Raum. Für diese Leserschaft fehlte bisher eine übersichtliche Monographie zur Stadtgeschichte. Die beiden Autoren schließen diese Lücke.
In sechs Kapiteln stellen Harald Roth und Konrad Gündisch chronologisch die Geschichte der Stadt dar. Netterweise stellen sie jedes Kapitel unter einem anderen Städtenamen dar. Das ist eine schöne Idee. Die Namensvielfalt ist ja bei dieser Stadt besonders faszinierend. So wandeln sich Geschichte und Name von Sopianae über Quinqueecclesiae, Pecuy, Fünfkirchen schließlich zu Pécs. Eine Siedlungsgeschichte von der Römerzeit bis heute, das kann manche mitteleuropäische Stadt aufweisen. Bei Fünfkirchen kommt aber eben noch die Türkenzeit hinzu. Da dieser Bereich für deutsche Leser sicherlich völlig unbekannt ist, ist die Ausführlichkeit des entsprechenden Kapitels gerechtfertigt. Interessant sind auch die Ausführungen zum Mittelalter. Multiethnisch und multikulturell war die Stadt irgendwie immer. Eine Homogenität war der Stadt immer fremd, auch das unterscheidet sie von anderen Städten. Bis heute sind die verschiedenen Volksgruppen in der Stadt noch immer gegenwärtig und sichtbar. Eine besondere Vielfalt zeigt sich aber auch in anderer Hinsicht. [...] |
|

 |
Martin Rill (Hrsg.)
Ungarns Erbe in Flugbildern von Georg Gerster
= Magyarország kulturális öröksége Georg Gerster légi felvételein
Text: Zoltán Huszár / Fotografien: Georg Gerster / Einführung: Tamás Fejérdy
Wort + Welt + Bild Verl. München 2010
ISBN 978–3-9810825–7-9
Text dt., ung. und engl. 162 Seiten, überwiegend Illustrationen
Bezug: Buchandel |
Der Blick von oben auf Landschaft, Städte und Gebäude vergönnt uns einen ungewohnten Blick. Ganz andere Raumzusammenhänge tun sich auf. Ganz andere strukturelle Muster werden erkennbar. Durch die unterschiedlichen Farben von Feldern, Wiesen und Wäldern ergibt sich ein Landschaftsteppich, der aus der Fußgängerperspektive eben nicht wahrnehmbar ist. Dies gilt auch für Städte. Die Topographie rückt wie auf der Landkarte in den Hintergrund.
Eine wunderbare Sammlung von 93 Luftbildern des bekannten Fotografen Georg Gerster vereinigt der neue von Martin Rill vor-gelegte Bildband. Wieder ergab sich eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Georg Gerster und Martin Rill, die schon bemer-kenswerte Bände zu Siebenbürgen gestalteten. Aus Anlass des in Fünfkirchen (Pécs) gefeierten Kulturhauptstadtjahrs ist in diesem Fall Ungarn das Thema. Eine Referenz an die südungarische Stadt ist schon das Foto auf dem Umschlag, das den Széchenyi-Platz mit der ehemaligen Moschee zeigt. Dieses Foto ist bereits historisch. Noch sehen wir parkende Autos. In der Zwischenzeit wurde der Platz neu gestaltet und mit einem neuen Belag versehen. Die ersten zehn Fotos sind der Stadt Fünfkir-chen gewidmet, deren Bürgermeister ebenso wie jener der Partnerstadt Fellbach und der baden-württembergische Staatssekre-tär Dietrich Birk den Band mit Grußworten einleiten. [...] |
|

 |
Márta Fata (Hrsg.)
»Die Schiff’ stehn schon bereit«
Ulm und die Auswanderung nach Ungarn im 18. Jahrhundert
Stadtarchiv Ulm, Kommissionsverlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2009
(Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm; Reihe Dokumentation; 13)
ISBN 978-3-17-021194-0
142 Seiten, Illustrationen
Bezug: Buchhandel |
| Die Vorträge der Tagung »Die Schiff’ stehn schon bereit«, die am 12. Juli 2008 im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm stattfand, hat das Stadtarchiv Ulm nun als Buch herausgebracht. Acht Vorträge zu Ulm in seiner Beziehung zur Auswanderung der Donauschwaben im 18. Jahrhundert hat Márta Fata als Herausgeberin in dem Band zusammengefasst. Die Stadt Ulm im 18. Jahrhundert stellt Gudrun Litz vor. Schnell wird in ihrem Aufsatz deutlich, dass Ulm vor allem Durchgangsstation von Auswande-rern war. Die Zahl von 850 nach Ungarn ausgewanderten Personen ist für das Territorium der Reichsstadt Ulm recht gering. Wolf-Henning Petershagen befasst sich mit der Geschichte des Schiffswesens auf der Donau, Flößerei und Zillenbau und geht besonders auf eine frühe Auswanderungswelle im Jahr 1623 ein. Damals kam es zu mehreren Unglücken auf der Donau, bei der zahlreiche Auswanderer ertranken. In der Sozialstruktur Oberschwabens mit ihrem Anerbenrecht sieht Kurt Diemer einen der Gründe für die Auswanderung. Dazu haben auch die regelmäßigen Durchzüge von Heeren beigetragen. Die Rückwanderungswelle 1712/13 analysiert Márta Fata im Vergleich des Verhaltens der beiden Städte Donauwörth und Ulm. Während Donauwörth versucht, die Rückwanderer möglichst schnell wieder loszuwerden, richtet Ulm ein Lager für die Rückwanderer ein und sorgt für deren medizinische Versorgung. Die Geschichte der vom Bussen nach Hajosch (Hajós) verbrachten Madonna stellt Henrieke Hampe vor. Sie zeigt damit auch auf, wie diese Geschichte letztlich für bis heute immer wieder erneuerte menschliche Verbindungen zwischen Deutschland und Ungarn sorgte. Auch im Aufsatz von Michael Prosser-Schell und Csilla Schell geht es um menschliche Verbindungen. Hier ist es der heilige Urban, der die Verbindung bildet. Detailliert geht er auf das Urbansfest im Weinort Hajós ein. Reisebeschreibungen und Siedler-romane analysiert Horst Fassel unter dem Aspekt der Erwähnung der Donauschwaben. Auf Erinnerungsorte für Türkenkriege und Auswanderer in Südwestdeutschland geht Annemarie Röder ein. [...] |
|

 |
Josef Schwing
Die Namen der Stadt Pécs
Eigenverl. Neuhofen (Pfalz) 2009
ISBN 13: 978-3-9801911-3-5
Ungarische Ausgabe. u.d.T.: Pécs város nevei,
ISBN 13: 978-3-9801911-3-42
Bezug: Dr. Josef Schwing, Dieselstr. 23, D-67141 Neuhofen. |
Josef Schwing legt hier ein Übersichtswerk zu den Namen der südungarischen Stadt Fünfkichen (Pécs) vor und liefert damit einen interessanten Beitrag zum Kulturhauptstadtjahr. Erstaunlicherweise hat sich bisher noch niemand in dieser Breite mit den verschiedenen Namen der Stadt beschäftigt. Zwar gibt es viele Einzelstudien, aber eben kein Übersichtswerk. Diese Lücke schließt Josef Schwing nun endlich. Er geht auf breiter sprachwissenschaftlicher Grundlage an die Aufgabe heran. Natürlich zieht er die bisherigen Forschungsergebnisse heran und beleuchtet sie kritisch. Schwing zieht in seine Argumentationen auch Ergebnisse der Geschichtswissenschaft hinzu und liest historische Quellen neu. Durch Forschungsergebnisse aus der Archäologie, die bisher im Namensdiskurs noch nicht herangezogen wurden, kann er wichtige Argumentationslücken schließen. So schafft Schwing mit seiner interdisziplinären Herangehensweise zu neuen Ergebnissen.
Dass die Beschäftigung mit den verschiedenen Namen von Fünfkirchen eine interessante sprachwissenschaftliche Aufgabe darstellt, das zeigt schon der Buchumschlag, wo unten historische Namensvorkommen abgebildet sind. Allein vierzehn verschiedene Namensfassungen zeigt die Grafik. Diese Fülle ist schon erstaunlich. Oder irgendwie auch nicht, wenn man bedenkt, dass die verschiedenen Volksgruppen in Fünfkirchen auch heute noch unterschiedliche Stadtnamen benutzen. Fünfkirchen, Pécs und Pecuh sind ja durchaus aktuelle Namen der Stadt. Historisch kommt dann noch eine ganze Reihe von Namen hinzu. [...] |
|

 |
Hrsg. von der Suevia Pannonica, Vereinigung Ungarndeutscher Akademiker Sitz Heidelberg und von der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn
Archiv der Deutschen aus Ungarn
Jahrgang (36) 2008
Landesverband Baden-Württemberg, Sitz Stuttgart, Heidelberg
2008, 144 Seiten
Bezug: Suevia Pannonica, Magdeburger Str. 134, 67071 Ludwigshafen
Tel. 06237/979107
Mail:
u.d.akademiker@suevia-pannonica.de
Internet:
www.suevia-pannonica.de |
Im Mittelpunkt des »Archivs der Deutschen aus Ungarn« 2008 steht das religiöse Leben der Ungarndeutschen, das auf vielfältiger Weise durch weit gefächerte Themenbereiche beleuchtet wird. Idmar Hatzack beschäftigt sich in seinem Aufsatz mit der ersten ungarischen Königin »Gisela von Bayern, die nie heilig gesprochene, dennoch heilig verehrte Königin der Ungarn und die erste deutsche Vertriebene«. Gisela war die Tochter des Herzogs Heinrich II. von Bayern, (des nachmaligen Kaisers Heinrich II.) und der Herzogin Gisela von Burgund. Obwohl die Prinzessin ursprünglich vorhatte, ins Kloster zu ziehen, betrachten die Historiker die Ehre als glücklich. In Begleitung von Gisela kamen nach Ungarn Adlige, Geistige und dreihundert bayerische Ritter. Die Tätigkeit der Königin für das ungarische Volk und für die Kirche beschreibt der Verfasser ausführlich. Ihr Gemahl Stefan veranlasste, dass zehn Dörfer eine Kirche bauen müssen, für die Ausstattung sorgte die Krone selbst. Deshalb reiste das Königspaar durch das Land und legte Grundsteine von neuen Kirchen und stattete diese auch aus. Nach dem tödlichen Jagdunfall des Thronfolgers Emmerich wird der Königin eine bedeutende Rolle bei den Thronwirren nachgesagt. Deshalb wurde sie mit vielen deutschen Rittern, Adligen und Siedlern aus Hass, beschimpft als »Ausländerin« 1045 oder 1046 aus dem Land verwiesen und damit war sie die erste deutsche Vertriebene aus Ungarn.
Die weiteren Artikel in diesem Stoffbereich behandeln Themen wie »Die Rolle der katholischen Kirche in der ungarischen Vergangenheit und Gegenwart« von Josef Haltmayer. [...] |
|

 |
Sándor Márai
Die Möwe
Roman
Aus dem Ungarischen von Christina Kunze
Verlag Piper, 2008
ISBN: 978-3-492-05208-5
Originaltitel: Sirály, 1943
Bezug: Buchhandel Preis: 23,00 Euro |
Schauplatz ist das winterliche Budapest, kurz bevor Ungarn direkt in den 2. Weltkrieg mit einbezogen wird. Ein, bis zum Ende des Romans namenloser Ministerialrat, 45 Jahre alt, trifft eine Entscheidung, die sein Land am nächsten Morgen tief treffen wird. Noch geben sich die Menschen in Budapest sorglos ihren Vergnügungen hin, auch der Regierungsbeamte hat vor, am Abend die Oper zu besuchen; - es herrscht gleichsam die Ruhe vor dem Sturm. Der Mann hatte sich, als der Krieg begann, dem Schicksal stellen und bis zum Ende ausharren wollen, nun aber lässt er sich, müde geworden, von den Ereignissen das Heft aus der Hand nehmen, nimmt an, was höhere Mächte über ihn beschlossen haben könnten.
Noch während er über seine Entscheidung und die Folgen nachgrübelt, betritt eine schöne junge Frau das Amtszimmer. Ein Déjavu überfällt ihn: Sie gleicht seiner toten Geliebten Ilona so sehr, dass er das Gefühl hat, diese sei wieder auferstanden. Allerdings will er sich nicht noch einmal quälen lassen, sondern alle Gefühle von sich abprallen lassen. Er fühlt sich nicht mehr jung, möchte, dass alles in seinem Leben berechenbar bleibt. Vom Anblick der jungen Frau ist der Rat jedoch so verwirrt, dass er ein regelrechtes Verhör mit ihr anstellt: Sie ist Finnin, Lehrerin, spricht mehrere Sprachen, hat ein Stipendium und möchte in Budapest arbeiten. Dazu braucht sie ein Visum und der Ministerialrat soll helfen; denn man hatte ihr gesagt, er würde das ganz bestimmt tun. Ihr Name ist Aino Laine »einzige Welle« auf Ungarisch. Sie möchte deshalb hier unterrichten, weil sie nur in der Stadt leben könne, andernfalls sei ihr nur der hohe Norden in Lappland geblieben. [...] |
|

 |
P. Howard (Jenö Reich)
Ein Seemann und ein Gentleman
Roman
Aus dem Ungarischen von Vilmos Csernohorszky
jr.
Elfenbein Verlag, 2008
ISBN 978-3-932245-93-0
Originaltitel: Az elveszett cirkáló 1938
Bezug: Buchhandel Preis: 22 Euro |
Alle Zutaten für einen turbulenten Kriminal- und Abenteuer-Roman sind vorhanden. Den Hintergrund bildet das mächtige englische Kolonialreich, bedacht auf Ehre und Treue seiner Untertanen in aller Welt. Oberstes Gebot, alles, was seinem Ansehen schaden könnte, muss unbedingt verheimlicht werden. So auch diese Geschichte, über die, würde sie aufkommen, die übrige Welt bis in alle Ewigkeit lachte. Behauptet der Autor - und tischt sie uns auf: Im Hafen von Piräus sucht ein junger Mann nach seinem verschollenen Bruder, Thomas Leven, der zwei Jahre vor diesem Abenteuer noch Kapitän im Generalstab der englischen Marine war. Tom hat eine wichtige Erfindung gemacht, von der er nur seiner Geliebten erzählte. Als er merkt, dass sie ihn hintergeht, stellt er sie zu Rede, kurz darauf wird sie erstochen aufgefunden, der Kapitän des Mordes verdächtigt. Er flieht, die Erfindung beansprucht ein anderer Offizier.
Der jüngere Bruder macht sich auf die Suche nach ihm, und da die Erfindung der Kriegsindustrie Englands zugute kommen könnte, wird ihm ein Schutzpass für Tom ausgestellt, außerdem 50 000 Pfund versprochen, wenn er in England seine Erfindung zum Laufen bringt. Der Flüchtige ist angeblich in die Fremdenlegion in Burma abgetaucht. Rostig, ein junger Herumtreiber, rettet das Milchgesicht im Hafen aus den Klauen der Unterwelt, fühlt sich schnell als sein Beschützer und nennt ihn fortan »Bubi«. [...] |
|

 |
Christoph Wagner /
Adi Bittermann
Kronländer Kochbuch
450 altösterreichische Rezepte
Prag, Krakau, Budapest, Triest.
Christoph Wagner, Adi Bittermann,
Fotos: Kurt-Michael Westermann.
Pichler-Verlag Wien 2008
ISBN 978-3-85431-465-3
447 Seiten, zahlreiche Illustrationen
Bezug: Buchhandel, 37 Euro |
Opulent wie die Küche der ehemaligen Donaumonarchie ist ein gerade erschienenes Kochbuch, das gemeinsam von dem Gastronomieauto r Christoph Wagner und dem vom Gault Millau immerhin mit zwei Hauben ausgezeichneten Koch Adi Bittermann (derzeit Bittermann & Vinarium in Göttlesbrunn in Österreich) verfasst wurde und Rezepte aus den habsburgischen Kronländern versammelt. Das neue Kochbuch bietet einen Querschnitt durch die Küchen der verschiedenen Länder und Volksgruppen. Am Wappen kann man immer erkennen, aus welchem Bereich das jeweilige Rezept kommt. Manche Rezepte besitzen mehrere Wappen, woraus man dann schließen kann, dass diese Speise sich einer größeren Verbreitung erfreute. Die Vielfalt des Vielvölkerstaats äußerte sich nicht zuletzt in der Vielfalt der Küchen.
Natürlich wird die Küche Ungarns ausführlich gewürdigt. Schon das zweite Rezept, eines für Grammelpogatscherl stammt aus Ödenburg (Sopron). Schon in der Einleitung erfahren wir interessante Details über ungarische Essenstraditionen. Wobei auch die Esstraditionen der Ungarndeutschen nicht vergessen werden. Brauchbar für den künftigen Restaurantbesuch ist eine Liste der in Ungarn üblichen 20 wichtigsten Garnituren von Bajaer Art bis zu Vecséser Art. [...] |
|

 |
Dieter Klein
Münchner Maßstäbe
Der Siegeszug der Münchner Architektur im 19. Jahrhundert
Unter Mitarbeit von Robert Hölzl und Markus Landerer
Volk Verlag München 2008
ISBN 978-3-937200-50-7
128 Seiten, zahlreiche Illustrationen
Bezug: Buchhandel, 12,90 Euro |
Dass man auf dem Umschlag dieser neuen Veröffentlichung zur Architektur Münchens im späten 19. Jahrhundert das Palais New York erblickt, das teilweise überlagert ist von einer Ansicht des Bernheimerhauses in München, ist kein Zufall, hatte das Münchner Gebäude doch großen Einfluss auf die Gestaltung des zeitlich unmittelbar darauf entstandenen Budapester Prachtbaus. So geht es in dem Band eben nicht nur um München, sondern auch um den Einfluss der Münchner Architektur. So spricht der Band sogar von »Münchner Architektur in Europa«. Diese vollmundige Äußerung ist sicherlich berechtigt. Hatten die Ausbildungsstätten für Architektur in München doch große Anziehungskraft auf Architekturstudenten aus dem Ausland.
Und auch die neue Architektur Münchens wurde von ausländischen Architekten bei Besuchen intensiv studiert und war zudem durch Abbildungen in Büchern und Architekturzeitschriften präsent. So ist es nicht erstaunlich, dass München besonders auf Österreich-Ungarn großen Einfluss ausübte. Es ist verdienstvoll, dass der Architekturhistoriker Dieter Klein diese Zusammenhänge, die bisher eher im Bereich der Malerei betrachtet wurden, in der neuen Publikation herausgestellt hat. Schon in seiner Dissertation über den Architekten Martin Düfler blickte Klein über München hinaus und erkannte den Einfluss Dülfers auf Mitteleuropa. Seither hat er seine Studien über die »Wechselbeziehungen der Münchner Architektur zu mitteleuropäischen Städten« intensiviert und in einem gleichnamigen Forschungsprojekt systematisch verfolgt. [...] |
|

 |
Gábor Schein
Lazarus
Roman
Akademie Schloss Solitude.
Aus dem Ungarischen
von Wilhelm Droste
Verlag Merz
& Solitude 2004
Reihe Literatur; ISBN:
3-929085-95-X
Bezug: Buchhandel, 15 Euro |
Der Roman erzählt vordergründig die Beziehungsgeschichte eines gestorbenen Vaters und seines erwachsenen Sohnes. Gleichzeitig beschreibt er ein Stück neuere ungarische Geschichte: Die Familiengeschichte der jüdischen Verwandtschaft, die zur Hälfte im Holocaust ausgerottet wurde und das Leben im Ungarn der Nachkriegszeit.
Um besser und objektiver erzählen zu können, nennt sich der Erzähler Péter und seinen Vater M. Péter erzählt seinem toten Vater Geschichten, Legenden, »Tatsachen «, die er herausgefunden hat, der objektive »allwissende« Erzähler spricht über Péter, über den Vater und die Familie. Das schafft eine große dramatische Spannung. In »Lazarus« versucht der Erzähler seinen Vater, zu dem er während dessen Lebenszeit nicht vordringen konnte, wieder auferstehen zu lassen, sein Leben aufzurollen. Er erzählt ihm die Familiengeschichte, von der vorher nie gesprochen worden war.
Er erzählt die Geschichte einer kleinbürgerlichen jüdischen Familie, die den Holocaust überlebt hat, im Gegensatz zu anderen Verwandten, die nicht so glücklich waren. Der Holocaust jedoch wird verschwiegen, der Vater kann und will sich nicht erinnern, nur in die Zukunft leben. »Die genaueren Todesumstände der Verschleppten blieben vor der Familie geheim«. Die Geschichte der in Kolomea zusammengetriebenen Juden, bei der die Hälfte seiner Familie getötet wurde, kannte M. nicht. [...] |
|

 |
Imre Török
Akazienskizze
Neue und alte Geschichten – Phantasieflüge
Pop Verlag, 2009
ISBN:978-3-937139-69-2
Preis: Euro 14.80
Bezug: Buchhandel |
Dem Leser blättert sich eine Auswahl von ungefähr fünfzig Erzählungen, Kurzgeschichten und »Prosagedichten« auf. Zum Teil kennt er einige der Erzählungen und Miniaturen schon aus Töröks anderen Büchern, doch ein guter Teil war bisher noch unveröffentlicht. Die Kritik rühmt ihn als »Meister verschiedener Tonlagen«, dem »Sprache Lebenselixier« ist. Und tatsächlich, die bereits bekannten Stücke lesen sich in der neuen Zusammenstellung wieder frisch, spannend und unverbraucht.
Seine Phantasieflüge reichen bis zu den Sternen, von der Erde zum Himmel, sie schließen staunende und »philosophierende « Ameisen und Glühwürmchen mit ein. Die Geschichten erzählen von Begegnungen in der Heimat und in der Fremde. Viele handeln vom Fremdsein, ein Thema, mit dem Török gut umgehen kann; denn er kam selbst als 14jähriger Flüchtling mit seiner Familie aus Ungarn.
Seine Wortspiele und Doppeldeutigkeiten sind leise-humorvoll und pointiert (z.B. »Über Herrn Fantas Tisch«). Er hat viel Nachdenkenswertes zu sagen, trägt dabei nie dick auf, wenn er dem Leser einiges zum Thema Minderheit und Fremde, Vorurteile ins Herz schreibt. [...] |
|

 |
Szilárd Rubin
Kurze Geschichte von der ewigen Liebe
Roman
Aus dem Ungarischen von Andrea Ikker
Verlag : Rowohlt, 2009
ISBN: 978-3-87134-631-6
Originaltitel: Csirkejáték, 1963
Bezug: Buchhandel, 17,90 Euro |
Rubins Beziehungsdrama, das 1963 in Ungarn erschien, heißt im Originaltitel »Hühnchenspiel«. Damit bezieht sich der Autor auf das Lebensgefühl seines Protagonisten Attila Angyal, genannt Till, der sich einem Freund gegenüber äußert: In den USA gäbe es das Spiel »Chicken Run«, bei dem es darauf ankomme, so lange vor dem heranbrausenden Zug auf den Gleisen zu bleiben, wie möglich. Aber auch der deutsche Titel »Kurze Geschichte von der ewigen Liebe« ist beziehungsreich: Die Liebe soll ewig dauern, doch die Geschichte ist kurz, schlägt sie doch sehr bald in Obsession auf der einen und in Ablehnung auf der anderen Seite um.
Im Klappentext des Verlages heißt es »sie lieben und sie hassen sich. Und können doch nicht voneinander lassen«. Ein junges Paar, kurz nach dem 2. Weltkrieg im Dreieck Pécs, Mohács, Szekszárd. In Budapest wird zwar studiert, aber das eigentliche Leben spielt sich im geliebten Südungarn ab. Rubin lässt seinen Roman über den Zeitraum von 30 Jahren spielen, bis zum Jahre 1976, wobei der Autor bis in die Zukunft vorausgreift. Vor dem angedeuteten geschichtlich-politischen Hintergrund, Ende des 2. Weltkrieges, Vertreibung oder Enteignung der Ungarndeutschen, Machtergreifung der Kommunisten und die folgende Desillusionierung der Menschen, besonders der jungen Studenten, führt uns Rubin ein zwischenmenschliches Drama um Liebe, Macht und Unterwürfigkeit vor Augen, wie es moderner nicht sein könnte:
Der junge, aus ärmlichen Verhältnissen stammende Student und Icherzähler Attila hat sich unsterblich in die schöne Orsolya Carletter verliebt. [...] |
|

 |
Lena Heimhilger
Ich verliere mich...
... sagt sie eines Tages zu Sr. Sabine im Pflegeheim
Geschichte meiner Mutter Magdalena – Leni
Novum Verlag Neckenmarkt 2008
ISBN 978-3-85022-173-3
142 Seiten, 15,50 Euro
Bezug: Buchhandel |
Das Buch schildert das Verschwinden einer Frau in der Demenz. Auf zwei Ebenen erfahren wir die Lebensgeschichte dieser Frau. Die Tochter beschreibt das Leben im Heim und die Symptome der fortschreitenden Demenzerkrankung der Mutter. Diese Altersgegenwart der Mutter ist durchsetzt mit Erinnerungen an das frühere Leben. So erfahren wir die Lebensgeschichte dieser Frau. Diese Passagen sind in der Ichform verfasst. Sie basieren auf den Lebenserinnerungen, die die Mutter vor einigen Jahren niederschrieb.
Dass die Hauptperson aus Ungarn stammt, genauer gesagt aus der südlich von Szeged gelegenen kleinen Gemeinde Neu St. Iwan (Újszentiván), macht das Buch auch für die ungarndeutsche Leserschaft interessant. So wird ausführlich das Leben in der kleinen Gemeinde beschrieben. Flucht und Vertreibung ergeben einen tiefen Einschnitt im Leben der Familie. Mit Anfang und Eingliederung in Innzell in Oberbayern erfahren wir schließlich viele Details über das Leben einer ungarndeutschen Familie nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Auch hier verläuft der Weg nicht reibungslos, als der Vater durch einen schweren Unfall mit 34 Jahren zum Frührentner wird. [...] |
|

 |
Peter Meleghy
Ungarn entdecken
Unterwegs zwischen Plattensee, Donau und Karpaten
Trescher-Reihe Reisen
1. Auflage Tescher Verlag Berlin 2007
ISBN 978-3-89794-092-5
461 Seiten, zahlreiche Illustrationen
Bezug Buchhandel |
Einen schönen Reiseführer zu Ungarn hat kürzlich Peter Meleghy verfasst. Ausführlich geht er in den einleitenden Kapiteln auf die Geschichte Ungarns und die Besonderheiten des Landes ein. Dabei liegt ein Schwerpunkt in der Kulturgeschichte. Aber auch Essen und Wein werden gewürdigt und es sind sogar noch einige typische ungarische Rezepte eingefügt. Neben bekannten Dingen greift er auch einige Details heraus, die nicht überall zu lesen sind. So findet man interessante Informationen über Bräuche, darunter traditionelle Hochzeitsbräuche, die Badekultur, das Geheimnis der ungarischen Fischsuppe, die ungarischen Spezialitäten Zwiebel und Paprika und die bürgerliche Kultur in der Zeit um 1900.
Der eigentliche Führer ist regional gegliedert: Westungarn, Budapest, Tiefebene und Nordungarn. Der Schwerpunkt der Sehenswürdigkeiten liegt in den Städten. Diese bilden die Untergliederung des Führers. Allerdings werden auch die Nationalparks mit ihren landschaftlichen Schönheiten hervorgehoben. Natürlich wird auch auf die Hauptstadt eingegangen. Ein recht ausführliches Kapitel ist Budapest gewidmet. Im Bereich Westungarn liegt der Schwerpunkt auf den bekannten Städten. Ausführlich wird auch der Bereich um den Plattensee (Balaton) beschrieben. [...] |
|

 |
Ernö Szép
Die Liebe am Nachmittag
Roman
Aus dem Ungarischen von Ernö Zeltner
Deutscher Taschenbuch Verlag 2008
ISBN: 978-3-423-24688-0
Originaltitel: Ádámcsutka, 1935
Bezug: Buchhandel Preis: 14,90 Euro |
Heute würde man sagen: Ein Mann befindet sich in der Midlife-Crisis. Mihály, Journalist, Feuilletonist, Stücke-Schreiber, Kritiker, aber vor allem Lebenskünstler, ist gerade 46 geworden. Er erschrickt über die ersten grauen Haare, einige Falten, den kleinen Bauchansatz, Müdigkeit und Melancholie. Ewig steckt er in Geldsorgen, denn ehrgeizig und zielstrebig ist er nicht, arbeitet nur so viel, dass er gerade über die Runden kommt. Und wenn er wirklich einmal ein Stück am Theater unterbringen kann, werden seine Tantiemen gnadenlos von seinen Gläubigern, Schneider, Hutmacher, Tippfräulein und anderen, gepfändet. Dazu kommen noch seine Probleme mit den Frauen. Er, ein Charmeur alter Schule, liebt die Frauen, das heißt, er würde sie gerne lieben – und von ihnen wieder geliebt werden, doch sie schenken ihm immer nur den Nachmittag, betrügen ihre ungeliebten Männer, suchen ein Abenteuer mit dem weltgewandten, eleganten Mann. [...] |
|

 |
Géza Gárdonyi
Idas Scheinehe
Roman
Aus dem Ungarischen von Clemens Prinz
Kortina Verlag 2008
ISBN: 978-3-9502315-5-7
Originaltitel: Ida regénye
Bezug: Buchhandel Preis: 19,90 Euro |
Der junge Maler Csaba Balogh überlässt seiner Schwester Jolán nach dem Tod der Eltern sein Erbe. Er hofft, von den Zinsen des Gutes weiterstudieren – und ein berühmter und fähiger Maler werden zu können. Doch es kommt anders. Jolán heiratet den Sekretär des Dorfnotars, der sich als notorischer Spieler entpuppt und mit seinen Schulden die Familie dem Abgrund zutreibt. Csaba überlässt der Schwester alles, was er hat, ist völlig mittellos und muss sich als Zeitungsschreiber durchs Leben schlagen. Als ihn die Nachricht erreicht, dass das Gut gepfändet wird, wenn nicht binnen kurzer Zeit die Spielschulden des Schwagers bezahlt seien, erfährt er von einem kuriosen Inserat, in dem ein Vater für seine Tochter einen Ehemann sucht und 300 000 Kronen in bar als Mitgift bietet. Csaba ringt lange mit sich, doch in seiner Verzweiflung antwortet er schließlich auf die Annonce. Einige Zeit später macht sich Péter Ó, der Vater, Weingroßhändler in Budapest, mit ihm bekannt, räumt alle Bedenken aus, dass seine Tochter etwa alt, hässlich oder krank sein könne und möchte nur so bald als möglich die Hochzeit anberaumen. Unterdessen erfährt der Leser von Kindheit und Jugend der jungen 19jährigen Ida. [...]
|
|

 |
László Márton
Das Versteck der
Minerva
Roman
Aus dem Ungarischen von Eva Zádor & Wilhelm Droste
Verlag: Folio Verlag
ISBN: 978-3-85256-445-6
Originaltitel: Minerva búvóhelye
Bezug: Buchhandel Preis: 22,50 Euro |
| Der Leser unternimmt mit dem Autor eine Donaufahrt, von Passau nach Linz. Unterwegs erzählt Márton über die Landschaft und den Geschichten, die in ihr spielten. Nach Linz war »160 Jahren vor unserer Reise«, also in den Vierzigerjahren des 19. Jahrhunderts ein ungarischer Freiheitsdichter verbannt worden. Erzählfreudig, barock und überaus farbig berichtet der Autor vom tragisch gescheiterten Leben eines einstmals aufrührerischen Schriftstellers, des Ungarn Johann B., vormals B. János. Einmal wird sein ganzer Name genannt, János Bacsany – und ein Blick ins Geschichtsbuch zeigt, dass es einen Dichter Batsányi tatsächlich gegeben hat, so wie seine Ehefrau, Gabriele Baumberg, Gabriele B. Das ist das besonders Reizvolle und Spannende an dieser temperamentvoll geschilderten Biografie einiger Stunden im letzten Lebensjahr dieses Mannes: Fast alle genannten Personen gab es wirklich, den eisenharten Polizeipräsidenten Josef Graf Sedlnitzky, für den eigentlich jedermann erst einmal verdächtig ist, Fürst M., Metternich der mit Zensur und Spitzeldiensten versucht das Reich wieder zu restaurieren, den oberösterreichischen Landeshauptmann Baron Hingenau und andere Figuren dieses Romans. [...] |
|

 |
István Csupor
Erdély népi
kerámiamüvészete
Volkskeramik Siebenbürgens
Novella kiadó 2008. (A kárpát-medence
kerámiamüveszete; 1)
ISBN 978-9-63944-232-0
Bezug: ungarischer Buchhandel |
| Nach mehrjähriger Arbeit und Kooperation von Dutzenden öffentlicher und privater Sammlungen aus Ungarn, Deutschland sowie Rumänien ist ein prachtvoller dreisprachiger Bildband über die Volkskeramik Siebenbürgens erschienen. Die etwa 600, meistens ganzseitigen farbigen Fotos zeigen zum größten Teil noch nie ausgestellte oder publizierte Objekte. Der Sammler aus der Bundesrepublik Deutschland, Kurt Liehn, hat außer seiner Kollektion auch seine exzellenten Fachkenntnisse zur Verfügung gestellt. Die deutsche Übersetzung stammt von Folke Molnár. Redakteur des Buches ist der Ingenieur Ferenc Vörösváry, der seit dreieinhalb Jahrzehnten selbst begeisterter Keramiksammler ist. Der Budapester Galerist Tamás Kieselbach gehört auch zu den Sponsoren des Projektes. In der typisch großbürgerlichen Sammlung von Gyula Wolfner befanden sich neben zahlreichen Bildern Hunderte von ethnographischen Objekten, darunter eine reiche Auswahl an Keramiken aus Siebenbürgen. Und es kein Zufall, dass heutzutage in der berühmten Wiener Sammlung Leopold und in der Kollektion der deutschen Expressionisten von Buchheim volkstümliche Fayencen aus ungarischen Gebieten eine bedeutende Rolle spielen. [...] |
|

 |
Johann Weidlein
Deutsche und Ungarn
Höhen und Tiefen einer Partnerschaft
Neuauflage, hrsg. von Gerda Weidlein. Verlag der donauschwäbischen Kulturstiftung. München 2006.
ISBN 3-926276-65-7
281 Seiten, Ill., € 20,– (zzgl. Versand)
Bezug: Gerda M. Weidlein, Mönchsbrückenweg 16, 73614 Schorndorf,
Tel. 07181/24317
E-Mail: g.weidlein@gmx.de |
Umfangreich ist die Liste der Publikationen Dr. Johann Weidleins. Neben der wissenschaftlichen Diskussion war ihm vor allem die Information eines breiten Publikums ein wichtiges Anliegen. Zahlreiche Aufsätze in Zeitungen und Zeitschriften künden ebenso von einem fleißigen Publikationswesen wie eine Unzahl wissenschaftlicher Studien von seinem Forscherdrang. Schon zu Lebzeiten wurden viele dieser Texte in den beiden Bänden »Pannonica« (1979) und »Hungaro Suebica« (1981) zusammengefasst, die natürlich längst vergriffen sind. Weidlein scheute weder Kosten noch Mühen für seine Veröffentlichungen. Viele seiner Bände, die auch heute noch wichtige Grundlagenliteratur darstellen, sind im Selbstverlag erschienen.
Ein Jubiläum ihres Vaters, der im Oktober 2005 seinen hundertsten Geburtstag hätte feiern können, hat Gerda Weidlein nun zum Anlass genommen mehr als 50 Aufsätze in einem neuen Band nochmals zu veröffentlichen. Die Bezeichnung »Neuauflage« mag irreführend sein. Es handelt sich tatsächlich um eine völlig neue Zusammenstellung von Texten Weidleins. Dass diese Texte so der Vergessenheit entrissen werden und mit der Neuveröffentlichung wieder präsent werden, ist äußerst löblich. Schließlich waren die Texte in den letzten Jahren schwer zugänglich. [...] |
|
Weitere Buchtipps finden Sie in der Printausgabe. |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Bücher & mehr |
 |
 |
|
| Anzeigen |
| Mit Anzeigen und Inseraten erreichen Sie ihre Zielgruppe. Anzeige aufgeben |
 |
|
|