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Rückblick

Einladung zu Festtagen in der Partnerstadt Großturwall (Törökbálint)

Einladung zu Festtagen in der Partnerstadt Großturwall (Törökbálint)
Sándor Elek schneidet die Jubiläumstorte an
Foto: Jutta Grimm-Gerber, Markus Czinszky
Reich sind nur die, die wahre Freunde haben« – dieses Zitat von Thomas Fuller stand sinngebend über dem Besuch einer kleinen Delegation in Großturwall (Törökbálint). Vor mehr als 30 Jahren entstand die Partnerschaft zwischen den Städten Törökbálint und Süßen, eine glückliche späte Folge der Vertreibung von rund 300 Großturwallern in den Jahren 1946/47. Auf dem Fundament des Vertrauens und Respekts entstand diese Partnerschaft im Jahr 1990, erreichte Stabilität und konnte die Heimatverbundenheit der Vertriebenen, die in Süßen eine neue Lebensmitte fanden, wunderbar erhalten.

»Die Ortsgemeinschaft der Ungarndeutschen in Süßen und die deutsche Selbstverwaltung in Törökbálint sind ein wichtiger Antrieb und Unterstützer der Partnerschaft«, Sprachbarrieren und Sprachlosigkeit werden abgebaut, die Partnerschaft ist »gelebte Europa-Politik. Und es ist wichtig, Gemeinsamkeit zu verstärken, um Frieden und Freiheit zu sichern.«

Stadtrat und Vorsitzender der Ortsgemeinschaft der Ungarndeutschen Markus Czinszky und Stadträtin Jutta Grimm-Gerber durften vom 18. bis zum 21. August 2021 die Stadt Süßen vertreten, begleitet von Georg Czinszky, dem Ehrenbürger seiner Heimatstadt Großturwall.

Törökbálint hat fünf Partnerstädte. Drei hatten die Einladung annehmen können und deren Vertreter konnten sich über die, wie immer überwältigende, Gastfreundschaft freuen. Der Mittwochabend war unserer Begrüßung und der der Delegationen aus Székelyudarely in Siebenbürgen und Nagytárkány in der Slowakei gewidmet. Stadtrat Czinszky bedankte sich für die Einladung in Vertretung des Süßener Bürgermeisters Marc Kersting.

Der Donnerstag, der traditionelle Ausflugstag, führte nach Waitzen (Vác), einer Kleinstadt am Donauknie mit einem erstaunlichen Kleinklima, das Mumifizierung in der Krypta der Dominikanerkirche auf natürliche Weise gestaltete. Etwas gruselige Überreste sind in einem kleinen Museum ausgestellt.

Mit der feierlichen Übergabe der Statue »Das Tor zur Freiheit« der Bildhauerin Mária R. Törley wurde, coronabedingt ein Jahr später, der dreißigste Jahrestag des Bestehens der freien Selbstverwaltungen in Ungarn begangen. Die beeindruckende Statue steht auf einem schönen Platz seitlich des neuen Rathauses.

30 Jahre Selbstverwaltung unter vier Bürgermeistern: Was jeder für die Stadt geleistet hat, dokumentieren Bildtafeln auf dem Rathausvorplatz, rund um den dekorativen Springbrunnen. Dass den Städtepartnerschaften große Bedeutung zukommt, wird da deutlich: Alle Süßener Bürgermeister sind vertreten, vom stellvertretenden Bürgermeister Karl Müller über die Herren Karrer, Lützner und Kersting. Sie sind auf vielen Fotos zu bewundern.

Die Bekräftigung der Städtepartnerschaft zwischen Süßen und Törökbálint, die 1990 geschlossen wurde, war der nächste festliche Programmpunkt im Innenhof des Kulturhauses. Bürgermeister Sándor Elek würdigte die Partnerschaft; Stadträtin Jutta Grimm-Gerber durfte, in Vertretung des Bürgermeisters, die Ansprache halten, die Sie in Auszügen im oberen Teil des Artikels lesen. Mit einer Unterschrift wurde die Partnerschaft nach 30 Jahren bekräftigt. Nach einem gemeinsamen Abendessen erwartete uns der nächste Höhepunkt: Die köstliche Torte mit dem essbaren Partnerschaftsdokument.

Der 20. August, der Tag des heiligen Stefan, des ersten ungarischen Königs und Staatsgründer, ist einer der drei Nationalfeiertage Ungarns. Mit einem Gottesdienst, später Kranz- und Blumenniederlegungen an der Statue des Hl. Stefan, wurde der Nationalfeiertag festlich begangen. Gesegnetes Brot wurde geschnitten und an die Teilnehmer verteilt; eine christliche Sitte des Dankes für das tägliche Brot und Erinnerung an das Abendmahl.

Um 17 Uhr begann die offizielle Stadtfeier mit einer übersetzten Ansprache des Parlamentsabgeordneten Dr. Andràs Aradszki. Dr. Aradszki vertrat die Meinung, dass Ungarn seine eigene Souveränität mit eigener Gesetzgebung auch innerhalb der EU zusteht. Es gab Auszeichnungen für verdiente Törokbálinter, der Festakt wurde umrahmt von einem sehr guten Kulturprogramm. Und dann zeigten sich die Gastgeber jung, temperamentvoll und international auf dem großen Platz hinter der Kulturhalle. Die Mercedes Band und das Don Lázi Swingtet brachten die Besucher auf den Bierbänken zum Rocken. Eine Rocklasershow über das Leben des Heiligen Stefan beendete den Abend des Nationalfeiertags.

Das haben wir erleben dürfen: Unsere Städtepartnerschaft wird hoch geschätzt. Wir waren herzlich willkommen und sind mit großer Gastfreundschaft von Bürgermeister Sándor Elek, der Leiterin des Kulturhauses, Edit Papp und der Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung, Magdalena Mámmel, empfangen worden.
Jutta Grimm-Gerber, Markus Czinszky
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