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Die Kirche in Maan (Mány) ist der Kreuzerhöhung geweiht

Deckengemälde in der Kirche in Mány
Foto: Klaus Mann
Der 14. September ist im katholischen Kalender der Tag der Kreuzerhöhung. Diesem Ereignis sind auch zahlreiche Kirchen geweiht – zum Beispiel die Kirche in Maan (Mány). Die kleine Gemeinde liegt im nördlichsten Teil des Komitats Weißenburg (Fejér megye) nördlich von Witschke (Bicske). Zum Nachbarort Schambek (Zsámbék) sind es nur wenige Kilometer. Die Gemeinde hat etwa 2400 Einwohner. Die Stadt Leimen hat die Patenschaft über Mány übernommen.

1787 wurde von den Gläubigen und mit Unterstützung des Fürsten Philipp Batthyány in Mány eine Kirche gebaut, die 1790 von Márton Molnár, dem Pfarrer von Bicske gesegnet wurde. Nur drei Jahre später erhielt Mány einen Sonderpriester: 1793 einen sogenannten Hofkaplan, unter der Aufsicht der Pfarrei Bicske.1829 erhielt der Ort einen selbständigen Pfarrer. Doch erst 1841 wurde es eine eigene Pfarrei. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Mány 451 Einwohner. In den 1920er-Jahren waren es 512 Einwohner.

Die äußerlich schlichte Kirche, die der Kreuzerhöhung geweiht war, wurde nördlich außerhalb des Dorfes erbaut. Sie erhielt einen massiven Turm. Auch die Kirche wurde massiv gebaut. Turm und Kirchendach waren ursprünglich mit Holzschindeln bedeckt. Die Sakristei war bequem, mit einem Kreuz darüber. Auch ein Kreuzweg wurde angelegt.

Mány besitzt übrigens auch noch eine reformierte Kirche, die 1816 erbaut wurde. Dies ist der zweite Kirchturm, der den Ort überragt. Zur Unterscheidung besitzt dieser Turm eine Zwiebel.

Da der 14. September in diesem Jahr in der Woche liegt, wird das Kirchweihfest in Mány am 19. September als Kiridoog gefeiert. Die Kreuzerhöhung oder Fest der Erhöhung des Heiligen Kreuzes – lateinisch Festum in exaltatione sanctae Crucis – bezieht sich auf das öffentliche Zeigen des Kreuzes Christi am 14. September 335. Nachdem Kaiserin Helena das »wahre Kreuz« in Jerusalem gefunden hatte, ließ ihr Sohn die Grabeskirche (eigentlich Auferstehungskirche) errichten. Diese wurde am 13. September 335 geweiht. Am nächsten Tag ließ Patriarch Makarios I. das »wahre Kreuz« auf eine Anhöhe bringen und zeigte es dem Volk. Es entwickelte sich daraus in Jerusalem schnell eine Tradition, die schon bald weite Verbreitung fand. In der Ostkirche gehört die Kreuzerhöhung zu den zwölf großen Festen des Kirchenjahres. In der römisch-katholischen Kirche gab es früher am 3. Mai ein eigenes Fest der Kreuzauffindung. Papst Johannes XXIII. legte es im Zuge der Liturgiereform 1960 mit der Kreuzerhöhung zusammen.

In der Kirche in Mány ist die Kreuzerhöhung in einem dramatisch gestalteten Deckengemälde dargestellt. Durch eine gemalte Kuppel sieht man in den Himmel mit einer Darstellung der Dreifaltigkeit. Christus in rotem Gewand und Gottvater in blauem Gewand thronen auf einer Wolke, während eine Taube als Symbol des Heiligen Geistes die Szene überstrahlt. Mit dem hellen Licht kontrastiert das dunkle Kreuz, das Engel linkerhand in den Himmel erheben.
kjl
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