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Titelthema

»Wir sind glücklich, so viele Menschen erreicht zu haben«

Erster digitaler Bundesschwabenball ist ein voller Erfolg
Das Vertreibungsdenkmal in Großturwall (Törökbálint): An einer gemauerten Wand sieht man eine ungarndeutsche Familie, die sich bei der Vertreibung noch einmal zur Kirche umwendet.
Foto: Alexander Schmidt
Nachdem der Bundesschwabenball bereits im letzten Jahr den Verordnungen zur Corona-Pandemie zum Opfer gefallen war, wurde die größte Veranstaltung im Jahreskalender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn jetzt erstmals digital ausgerichtet.

Bundesvorsitzender Joschi Ament ging in seinem Grußwort auf die lange Historie der Schwabenbälle der Ungarndeutschen ein, die nach dem Krieg und der Vertreibung der Deutschen aus Ungarn ab 1952 in der »neuen Heimat« – zunächst in Ludwigsburg, später in der heutigen Patenstadt Gerlingen – fortgesetzt wurde. Mit dem Bundesschwabenball wollen die Ungarndeutschen Traditionen bewahren, aber auch den Blick in die Zukunft richten, so der Bundesvorsitzende. Ament zitierte in seinem Grußwort seine Bundesvorsitzenden-Kollegin in Ungarn mit den Worten: »Wir selbst sind die Garantie für unsere eigene Zukunft« und schloss mit dem Aufruf: »Seien Sie mit uns Ungarndeutsch – und stehen Sie dazu!«

Gerlingens Bürgermeister und Patenonkel der LDU Dirk Oestringer verwies in seinem Grußwort, dass vor 75 Jahren die ersten ungarndeutschen Heimatvertriebenen nach Gerlingen gekommen seien. Dies sei heute ein unverzichtbarer Bestandteil der jüngeren Stadtgeschichte Gerlingens, so Oestringer. Auslöser der starken Bindung zu den Ungarndeutschen sei die Übernahme der Patenschaft über die LDU im Jahre 1969 sowie die Ausrichtung der Bundesschwabenbälle seit 1976 gewesen. Auch die Städtepartnerschaft zu Tata, die seit 1987 existiert, basiere auf den starken Verbindungen zu den Ungarndeutschen.

Die Vorsitzende der LdU in Ungarn, Ibolya Hock-Englender wies darauf hin, dass LDU und LdU das Bindeglied zwischen den heimatvertriebenen und den heimatverbliebenen Ungarn-Deutschen seien. Man habe gemeinsame Ziele und Werte, so die Landesvorsitzende. Hock-Englender erinnerte aber auch daran, dass ein Schwabenball der Ausdruck der gemeinsamen Identität der Ungarndeutschen – sowohl in Deutschland als auch in Ungarn – sei. Ein Schwabenball vermittle deshalb nicht nur Kultur, sondern auch die Botschaft, dass die Ungarndeutschen ohne diese Wurzeln auch keine Zukunft haben. Deshalb hätten sich die Schwabenbälle der letzten Jahrzehnte auch zu einer echten Bewegung entwickelt, so Hock-Englender in ihrer Grußbotschaft.

Die Begrüßung der Gäste, der traditionelle Einzug der wunderschönen Trachtengruppen und zahlreiche Darbietungen der verschiedenen Tanz- und Folkloregruppen aus Deutschland und Ungarn ließen echte Schwabenballatmosphäre vor den Bildschirmen aufkommen.

»Als ich den knapp siebzigminütigen digitalen Schwabenball das erste Mal gesehen habe, war ich schon stolz auf das Geleistete und deshalb geht mein ganz besonderer Dank an das Technik-Team der LDU«, so der Bundesvorsitzende Joschi Ament.

»Das Video zeigt eine lebendige Stimmung, und ich bin mir sicher, dass wir damit tolle Inhalte und unsere Traditionen weiter geben konnten«, fasste Michael Fritton vom Landesverband Baden-Württemberg zusammen, der die Gesamtleitung für dieses digitale Projekt inne hatte.

»Wir sind glücklich, denn in kürzester Zeit wurde unser Schwabenball mehr als 400 Mal aufgerufen. Dass wir so viele Menschen erreichen, hätten wir nicht gedacht«, sagt Alfred Freistädter, Mitglied des Bundesvorstandes, der auch diesmal die Trachtengruppen aus den unterschiedlichsten Regionen Ungarns vorstellte.

»Aus dem Lob und der Anerkennung für unsere Filmpremiere schöpfen wir Kraft und Zuversicht für die zukünftige Arbeit unserer LDU«, resümiert Bundesgeschäftsführer Erich Gscheidle.

Der digitaler Schwabenball ist weiterhin über die Homepage der LDU oder über den Youtube-Kanal der LDU unter abrufbar.

Infos: www.ldu-online.de
Lesen Sie mehr in der Printausgabe.

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