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Personalien

Frank Nopper neuer Oberbürgermeister von Stuttgart

Der Patenonkel der Ungarndeutschen wechselt aus Backnang nach Stuttgart
Frank Nopper und Árpád Tóth aus Bácsalmás beim Empfang für die Partnerstädte beim Backnanger Straßenfest 2019
Foto: Klaus J. Loderer
Der bisherige Oberbürgermeister von Backnang, der Patenstadt der Ungarndeutschen, Dr. Frank Nopper, wurde am 29. November 2020 zum Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart gewählt. Nach Arnulf Klett, Manfred Rommel, Wolfgang Schuster und Fritz Kuhn ist er der fünfte Oberbürgermeister seit dem Zweiten Weltkrieg.

Frank Nopper wurde am 25. Mai 1916 in Stuttgart als Spross einer alteingesessenen Familie geboren. Es war einer seiner Vorfahren, Johann Friedrich Nopper, der 1816 eine Eisenhandlung eröffnete, die 1900 zum berühmten Namen Zahn & Nopper verschmolz. Er besuchte das Wilhelms-Gymnasium in Stuttgart und machte eine Lehre bei der Dresdner Bank. Das Jurastudium in Tübingen und die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer schloss er mit den beiden Staatsexamen ab. Er promovierte 1997 über »Bund-Länder-Haftung beim fehlerhaften Verwaltungsvollzug von Gemeinschaftsrecht durch die deutschen Länder«.

Frank Nopper war Geschäftsführer des Landesverbands Holz & Kunststoff in Baden-Württemberg. Politische Erfahrung konnte er als Referent von Dr. Friedhelm Repnik, als Leiter der Abteilung Recht und Verwaltung der Stuttgarter Messegesellschaft, als Mitglied der CDU-Fraktion der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart und als Mitglied des Aufsichtsrats der Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus Gesellschaft sammeln. 1992 bis 2002 unterrichtete er als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Esslingen.

Dann stellte er sich in Backnang als Oberbürgermeister zur Wahl. Die Deutschen aus Ungarn lernte Frank Nopper bei einem Besuch im Ungarndeutschen Heimatmuseum und beim Backnanger Schwabenball kennen.

Im ersten Wahlgang schaffte keiner der Bewerber die erforderliche Stimmenzahl. Im zweiten Wahlgang wurde Frank Nopper am 24. Februar 2001 mit einer Stimmenmehrheit von mehr als 45 % zum neuen Oberbürgermeister der großen Kreisstadt Backnang gewählt. Nopper löst damit den bisherigen Oberbürgermeister Jürgen Schmidt ab, der nur ein Drittel der Stimmen erringen konnte.

Im Rahmen einer festlichen Sitzung des Gemeinderats wurde der neue Backnanger Oberbürgermeister Frank Nopper in sein Amt eingesetzt. Erster Bürgermeister Walter Schmitt konnte zahlreiche Gäste im vollbesetzten Walter-Baumgärtner-Saal des Backnanger Bürgerhauses begrüßen. Zu den Ehrengästen gehörte auch Staatsminister Dr. Christoph-E. Palmer, der die Glückwünsche der Landesregierung von Baden-Württemberg überbrachte. Grußworte sprachen außerdem Landrat Johannes Fuchs, Regionaldirektor Dr. Bernd Steinacher vom Verband Region Stuttgart, Oberbürgermeister Dr. Werner Schmidt-Hieber aus Waiblingen und Personalratsvorsitzender Gerd Limbacher. Aus den Partnerstädten waren Bürgermeister Arpád Tóth, der Präsident des Partnerschaftskomitees, Alain Dusser aus dem französischen Annonay, Stadtrat Michael Mackrory aus dem englischen Chelmsford gekommen. Im Publikum waren außerdem die früheren Backnanger Oberbürgermeister Martin Dietrich und Hannes Rieckhoff. Das Schlusswort gebührte dem neuen Oberbürgermeister. Er bedankte sich für lobenden Worte zur Amtseinführung. Bürgern, Vereinen und Institutionen bot er eine gute Zusammenarbeit an. Für den Gemeinderat wünschte er sich eine fraktionsübergreifende und konstruktive Arbeit. Außerdem skizzierte er knapp einige Schwerpunkte im Bereich Wirtschaftsförderung und Gewerbeansiedlung, die er sich als Aufgabe für die nächste Zeit vorgenommen hat.

Durch die Patenschaft der Stadt Backnang über die Ungarndeutschen wurde Nopper in seiner Funktion als Oberbürgermeister auch »Patenonkel« über die Ungarndeutschen. Er ließ es sich auch nicht nehmen, wenige Tage nach seiner Amtsübernahme am 13. April beim 47. Bundesschwabenball in Gerlingen zu erscheinen. Bei der ungarndeutschen Studientagung 2001 begrüßte er die Gäste der Studientagung des Ungarndeutschen Sozial- und Kulturwerks. Und noch eine zweite Patenonkel-Funktion hatte Nopper als Backnanger Oberbürgermeister durch die Patenschaft über Almasch (Bácsalmás).

Zum Bácsalmáser Heimattreffen und Kirchweihfest am 21. September 2001 kamen auch auswärtige Almascher. Diese waren natürlich auf den neuen Backnanger Oberbürgermeister sehr gespannt. Frank Nopper stellte sich mit einem Grußwort vor. Eingehend hatte er sich mit der Entstehung der Patenschaft befasst, was ein historischer Rückblick belegte. Er erinnerte an die Initiative Josef Gstalters vor fast fünfzig Jahren, woraus eine Vielzahl von Aktivitäten erwachsen sei. Als Brückenbauer hätten sich die Ungarndeutschen bei der Weiterentwicklung der Patenschaft zur Städtepartnerschaft erwiesen. Für die Zukunft wünscht sich Nopper ein freies und friedliches Europa mit kultureller Vielfalt. Dort müsse auch für die Kultur der Ungarndeutschen Platz sein. Eine Grundlage für dieses Europa sei aber auch die Ächtung aller Arten von Vertreibung, so eine wichtige Forderung des Oberbürgermeisters. [...]
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