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Rückblick

Kranzniederlegung mit Musik

Gedenkstunde zum Tag der Heimat in Backnang
Kranzniederlegung zum Tag der Heimat in Backnang: Gernot Gruber, Dr. Frank Nopper, Elfriede Stutz, Anita Klöpfer und Dieter Klenk.
Fotos: kjl
Die Gedenkstunde zum Tag der Heimat, mit der auch in Backnang an die deutschen Heimatvertriebenen erinnert wird, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Backnang kamen, war in diesem Jahr wegen der Corona-Verordnungen auf eine Kranzniederlegung in kleinerem Kreis am Mahnmal zwischen Max-Eyth-Realschule und Max-Born-Gymnasium reduziert. »Bei uns in Backnang hat die Kranzniederlegung zum Tag der Heimat, hier am Mahnmal auf der Maubacher Höhe, Tradition«, so Dieter Klenk, Vorsitzender der Heimatgruppe Backnang des Deutschen Böhmerwaldbunds, in seiner Begrüßung: »Wir, das sind Bessarabiendeutsche, Böhmerwälder, Donauschwaben, Deutsche aus Russland, Schlesier, Siebenbürger Sachsen, Sudetendeutsche und Ungarndeutsche. Deutsche Heimatvertriebene, die in Backnang eine neue Heimat, ich möchte sagen, ihr Glück gefunden haben. Wir halten mit unserer Stadt Backnang zusammen. Auch in diesem schwierigen Jahr, in dem uns alle, und nicht zuletzt die deutschen Heimatvertriebenen, die Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens treffen. Unter diesen Umständen bin ich sehr dankbar und freue mich, dass wir zu einem stillen, andächtigen Gedanken an diesem Ort zusammengekommen sind.«

Dieter Klenk erinnerte an die Bedeutung des Tags der Heimat und der Charta der deutschen Heimatvertriebenen, die vor 70 Jahren in Stuttgart proklamiert wurde. Mit dieser Charta verzichteten die Heimatvertriebenen, die gerade erst die Heimat verloren, Nahrungsmangel, physische Not und traumatische Erlebnisse hatten, in Versöhnungsbereitschaft auf Rache und Vergeltung. »Die überwiegende Mehrheit wäre liebend gern sofort in die verlorene Heimat zurückgegangen. Die Heimat im Osten verloren, im Westen nur geduldet, aber noch lange nicht angekommen. Dass unter diesen Umständen mit visionärem Weitblick eine solche Charta mit friedensstiftendem und versöhnlichem Ansatz gelingen konnte, wurde im Laufe der Zeit von vielen prominenten Stimmen immer wieder gewürdigt.« Die Heimatvertriebenen reagierten damit auf eine Zeit, »die von Racheakten, undifferenzierter Gewalt und dem Dogma der Kollektivschuld geprägt war.« 15 Millionen Menschen wurden Opfer ihres Deutschseins. Klenk bemerkte, dass das auch eine Folge der vorangegangenen Verbrechen des Nazi-Regimes war. In Backnang haben die Heimatvertriebenen, so Klenk, eine neue Heimat und ihr Glück gefunden. »Wir halten mit unserer Stadt Backnang zusammen.«

Klenk erinnerte aber auch daran, dass das Vernichtungslager Auschwitz vor 75 Jahren befreit wurde. »Erinnern« und »nie wieder« seien die Begriffe, die in diesem Zusammenhang immer wieder gefallen seien. Auch die Heimatvertriebenen möchten daran erinnern, dass Vertreibung nicht wieder vorkommen. Die Nachfahren der Opfer mahnen und möchten »die Zukunft vor einer Wiederholung der grausamen Ereignisse der Vergangenheit beschützen.« Allerdings sollte das Gedenken zu einer Zeit, wenn die Zeitzeugen von Flucht und Vertreibung immer weniger werden, nicht in der Anonymität des generellen Opfergedenkens versinken.

In würdiger Weise umrahmte ein Quintett der Ungarndeutschen Heimatblaskapelle unter der Leitung von Hans Bachstetter die Kranzniederlegung. Die Egerländer Polka gab es zur Einleitung. Den Kranz hatte in diesem Jahr die Ortsgruppe der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland besorgt. Zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper, dem Landtagsabgeordneten Gernot Gruber und Erika Dorn von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland legte Dieter Klenk anschließend den Kranz nieder, dekorativ gerahmt von zwei Damen in Dirndln.
Klaus J. Loderer
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