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AKTUELLES VON DEN UNGARNDEUTSCHEN

KOMPASS FÜR 2025: ALTE WERTE, NEUE WEGE

Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen in diesem Jahr zum ersten Mal zusammengetreten
KOMPASS FÜR 2025: ALTE WERTE, NEUE WEGE
Am 15. Februar hielt die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) ihre erste Sitzung des Jahres in Budapest ab. Die Versammlung folgte einer Tagesordnung mit 28 Punkten und traf unter anderem zahlreiche wirtschaftliche, bildungspolitische und kulturelle Entscheidungen, die die Ausrichtung der Tätigkeit und Entwicklung der Organisation im Jahr 2025 bestimmen.

Die Beratungen begannen mit der Diskussion der Finanzangelegenheiten. Die Vollversammlung genehmigte die fünfte Änderung des Budgets der LdU für das Jahr 2024. Anschließend verabschiedete die Vollversammlung den Haushaltsplan für 2025.

Auch in Bildungsfragen traf die Vollversammlung wichtige Entscheidungen. Ein neuer Antrag zur Übernahme bestimmter Bildungs- und Erziehungseinrichtungen durch deutsche Nationalitätenselbstverwaltungen wurde diskutiert. Ab dem nächsten Schuljahr könnten folgende Einrichtungen unter die Trägerschaft der jeweiligen örtlichen deutschen Nationalitätenselbstverwaltung fallen: die Deutsche Nationalitätenschule von Sankt Lorenz, die Maria Laschober Deutsche Nationalitätenschule in Rendek, der Regenbogen Deutsche Nationalitätenkindergarten in Eickau sowie die Deutsche Nationalitätenschule in Kätschka. Damit würden in Ungarn bereits 75 Kindergärten und Schulen in der Trägerschaft lokaler Nationalitätenselbstverwaltung betrieben, was unter anderem Stabilität und fachliche Autonomie sichert. Im weiteren Verlauf der Sitzung erstatteten die Ausschüsse der LdU Bericht über ihre Arbeit im vergangenen Jahr. Der Kultur- und Medienausschuss unterstützte vielfältig das kulturelle und künstlerische Leben der deutschen Nationalität. Aus seinem Bericht ging hervor, dass die von der LdU getragene Deutsche Bühne Ungarn – Ungarns einziges professionelles deutschsprachiges Theater – auch 2024 mit einem abwechslungsreichen Repertoire aufwartete, während Laientheatergruppen drei erfolgreiche Festivals organisierten. Der Ausschuss entschied zudem über die Verteilung der von dem Bundesministerium des Innern und für Heimat bereitgestellten gezielten Förderungen: Zwanzig Kulturgruppen erhielten insgesamt mehr als 7,3 Millionen Forint für den Kauf von Ausstattung. Das Programm wird 2025 mit einem Budget von 20.000 Euro fortgesetzt. Zudem intensivierte sich die Zusammenarbeit mit dem Ungarndeutschen Landesmuseum, während Heimatmuseen weiterhin mit Herausforderungen wie begrenzte Renovierungs- und Erhaltungsmitteln kämpfen.

Auch der Bildungsausschuss konnte bedeutende Ergebnisse vorweisen. Ein Hauptfokus seiner Arbeit war die Verbesserung der Nutzung der deutschen Sprache in Kindergärten und Schulen. In diesem Rahmen wurden neue fachliche Empfehlungen ausgearbeitet, die 2025 allgemein zugänglich sein werden. Zudem initiierte der Ausschuss die Kampagne „Ich spreche gern Deutsch“, bei der die Mitglieder der ungarndeutschen Gemeinschaft durch das Tragen eines Ansteckers ermutigt werden, miteinander auf Deutsch zu kommunizieren. Über Stipendienprogramme unterstützte der Ausschuss mehr als 500 angehende Nationalitätenlehrkräfte. Dank intensiver Vorbereitungsarbeiten wuchs zudem das Netz der von lokalen deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen übernommenen Schulen weiter an, während die Unterstützung von Lehrerfortbildungen, nationalen Wettbewerben und Kulturprojekten fortgesetzt wurde.

Auch der Jugendausschuss fasste seine Aktivitäten für 2024 zusammen; Hauptziel all dieser Aktivitäten war, junge Mitglieder der ungarndeutschen Gemeinschaft in möglichst viele Initiativen einzubinden. Die Jugend sei stolz auf das auf Humor basierende Projekt „SVUNG“, im Rahmen dessen neun junge Menschen fast 200 Beiträge zu ungarndeutschen Themen in sozialen Medien veröffentlichten. Der Bericht hob auch die Videoinitiative „Koch mit, mach mit!“ hervor, die sich mit der ungarndeutschen Gastronomie befasst und an der rund 30 Personen mitwirkten. Abschließend hörte die Vollversammlung die Pläne der neu gewählten Beiräte der Landesselbstverwaltung an: Josef Manz wird in dieser Funktion künftig für den Gebrauch der Muttersprache und die Identitätssicherung, während Emil Koch für die Stärkung der Kommunikation verantwortlich sein.

Quelle: Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) 
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