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Rückblick

Besuch in der alten Heimat

Ungarnfahrt des Pomázer Heimatvereins
Gesang und Fröhlichkeit im Deutschen Haus
Karl Tagschere
Nach drei Jahren unternahm der Verein vom 12. bis 19. Mai wieder eine große Reise nach Pomáz, der alten Heimat vieler Mitglieder und vertriebener Vorfahren. Aufgrund der Altersstruktur der Vereinsmitglieder war dies voraussichtlich die letzte Reise mit einem großen Bus nach Ungarn. Es gab noch freie Plätze, da zahlreiche Interessenten noch kurzfristig absagen mussten. Am frühen Sonntag ging die Reise los in Richtung Wien zur ersten Zwischenübernachtung, wobei sich die Gruppe vorher bei der Kaffeepause und zur Mittagszeit kräftig stärkte und gut gelaunt zum Abendtisch im Hotel eintraf.

Richtig erholt ging es dann am nächsten Morgen weiter nach Pomáz. Am Nachmittag war das Ziel erreicht. Hier warteten schon gute Freunde und langjährige Bekannte auf die deutschen Gäste und es gab gleich einen herzlichen Empfang. Nach dem Zimmerbezug genossen die Reiseteilnehmer bei einem Abendessen in einem Hotel direkt an der Donau die ungarische Gastlichkeit.

Das Interesse des nächsten Tages galt der nahe gelegenen ungarischen Metropole Budapest. In einer ausführlichen Stadtrundfahrt, die wegen Regen nur mit dem Bus möglich war, konnten die Ausflügler trotzdem viel interessante Eindrucke von dieser herrlichen Weltstadt an der Donau mitnehmen und viele Sehenswürdigkeiten bestaunen. In der großen Budapester Markthalle durfte die deutsche Gruppe nicht nur die vielseitigen ungarischen kulinarischen Angebote kennen lernen, sondern auch nach Lust und Laune einkaufen. Mit dem Abendessen in einer Csarda in Pilisvörösvar endete dieser Tag in gemütlicher Runde.

Die nächste Station war das Pferdegestüt Lázár. Nicht nur der Empfang mit Palinka und Pogatscherln, sondern auch die Dressur- und Reitvorführungen mit Kutschfahrt waren beeindruckend. Den Höhepunkt bildete jedoch das deftige Mittagessen mit Gulasch und ungarischen Fleischspezialitäten, Weinen und Zigeunermusik. In bester Stimmung kehrte man wieder nach Pomáz zurück. Am Abend waren wir Gäste unseres ungarischen Schwestervereins in ihrem Vereinsgebäude, dem Deutschen Haus.

Am Donnerstag besuchte die deutsche Reisegruppe noch die Stadt Györ und besichtigte die historische Altstadt verbunden mit einem Bummel durch die Stadt und entlang der Donau. Das Abendessen genoss man im Gasthaus Schieszl in Budakálász, bei einem Landsmann, dessen Familie ebenfalls von der Vertreibung betroffen war. Eine Weinprobe von exzellenten Weinen aus dem Anbaugebiet beim Plattensee rundete den Abend ab.

Am nächsten Vormittag nutzte man die Zeit, um in Szentendre einen Einkaufsbummel zu unternehmen und am Nachmittag eine Kaffeestunde wieder im Deutschen Haus mit den ungarischen Freunden zu genießen.

Ein bedeutender Anlass war auch die Besichtigung des alten kath. Friedhofes. Hier hat der ungarische Heimatverein sich zur großen Aufgabe gemacht, nach und nach alte deutsche Grabsteine zu restaurieren, neu aufzustellen und somit der Nachwelt zu erhalten. Einzelne Reiseteilnehmer konnten zu ihrer Überraschung hierbei noch Grabmale ihrer Vorfahren entdecken.

Der Waldangellocher Platz beim Deutschen Kreuz wurde von der Stadt Pomáz neu gestaltet und im Jahre 2018 eingeweiht. Eine Gedenktafel erinnert dort nun an die Vertreibung von 1946. Gegen Abend fand aus Anlass unseres Besuches eine heilige Messe in deutscher Sprache, in der katholischen Kirche in Pomáz statt. In seiner Predigt gedachte der deutsche Priester der Vertreibung vor 73 Jahren und erinnerte an die vielen tragischen Schicksale, wo Familien auseinander gerissen, Menschen sowie Hab und Gut verloren gingen.

Mit Ansprachen der Vorsitzenden des Pomázer deutschen Kulturvereins Dr. Rosemarie Sztrányay und der Vorsitzenden der deutschen Minderheitenselbstverwaltung in Pomáz Maria Szlávik fand dieser sehr erlebnisreiche und gesellige Besuch bei den ungarischen Freunden ihren offiziellen Abschluss.

Die erste Vorsitzenden des deutschen Pomázer Heimatvereins Inge Wölbling, dankte den ungarischen Gastgebern für ihre überaus große Gastfreundschaft und die herzlichen Begegnungen. Sie hofft, dass es bald ein Wiedersehen in Deutschland gibt. Dann erfolgte die Übergabe von Geschenken. Anschließend wurde noch kräftig gefeiert und bei Akkordeonmusik gesungen und getanzt. Am Samstag ging es nach dem Kofferpacken wieder Richtung Heimat. Nach einer Zwischenübernachtung im Bayerischen Wald erreichten die Ausflügler am nächsten Tag wieder gemütlich den Kraichgau.

Die stets gut gelaunten Reiseteilnehmer des Pomázer Heimatvereins haben wieder herrliche Tage erlebt. Die vielen schöne Eindrücke von der alten Heimat Ungarn und die herzliche Gastfreundschaft werden noch lange in bester Erinnerung bleiben. Dank gilt an dieser Stelle Frau Inge Wölbling, die nicht nur im Vorfeld, sondern auch während der ganzen Fahrt alles sehr gut organisiert hatte.
Karl Tagschere
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