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Berichte aus Ungarn
Prächtig blühte der Raps in der Batschka in der Umgebung von Baja
Schiffsunfall
Ausflugsboot in der Donau gesunken
Es war ein großer Schock für Budapest. Am 29. Mai stieß auf der Donau an der Margaretenbrücke das Ausflugsboot »Hableany« (Wassernixe, wörtlich das Schaummädchen) bei einer der beliebten Abendrundfahrten mit dem viel größeren Kreuzfahrtschiff »Viking Sigyn« zusammen, kenterte und sank. Beide Schiffe fuhren auf der Donau in nördliche Richtung. Unter der Margaretenbrücke kam es zum Zusammenstoß. Das Ausflugsboot kenterte und sank innerhalb von Sekunden. Für die südkoreanischen Touristen sollte die Abendrundfahrt auf der Donau der krönende Abschluss der Reise werden.
Von den 35 Personen an Bord konnten nur sieben gerettet werden. Die Suche nach den Vermissten war durch den hohen Wasserstand der Donau und die Strömung schwierig. Die Überlebenschancen waren im kalten Wasser gering. Trotz eines Großaufgebots an Rettungskräften waren Tage später waren erst sieben Leichen gefunden worden.
Die unterkühlten Überlebenden wurden in Krankenhäusern medizinisch versorgt. Für die Suche nach den Vermissten und zur Vorbereitung der Bergung des Wracks bauten Pioniersoldaten an der Margaretenbrücke eine Tauchplattform. Neben zahlreichen Angehörigen reiste auch die südkoreanische Außenministerin Kang Kyung Wha nach Budapest. Zusammen mit dem ungarischen Außenminister Peter Szijjarto besuchte sie die Unglücksstelle.
Durch den hohen Wasserstand der Donau zog sich die Bergung des Wracks hin. Die starke Strömung erschwerte es den Tauchern das Boot für die Bergung vorzubereiten. Erst zwei Wochen später konnte das Boot mit Hilfe des großen Schwimmkrans Clark Adams aus neun Metern Tiefe geborgen werden. Mehr als acht Stunden dauerte es, bis man das Boot vorsichtig gehoben, das darin befindliche Wasser abgepumpt und es auf einen Frachtkahn gehievt hatte. An Bord entdeckte man vier weitere Leichen, darunter die des Kapitäns. Auch danach suchten Taucher weiter nach den Leichen von vier Vermissten.
Gegen den ukrainischen Kapitän des schweizerischen Kreuzfahrtschiffs »Viking Sigyn« wird wegen Gefährdung des Wasserverkehrs mit Todesfolge ermittelt. Er wurde für 30 Tage inhaftiert.

Justizreform
Die ungarische Regierung modifiziert die beabsichtigte Justizreform nun doch. Die Einführung der neuen Verwaltungsgerichte wird so auf unbestimmte Zeit verschoben. Kritiker der ungarischen Regierung sahen durch diese neuen Verwaltungsgerichte die richterliche Unabhängigkeit gefährdet, da die Regierung die leitenden Richter bestimmt hätte.

Denkmal der nationalen Einheit

In Budapest entsteht ein neues Denkmal, das Denkmal der nationalen Einheit. Es soll an die einstige Größe des Königreichs Ungarn vor den im Vertrag von Trianon nach dem Ersten Weltkrieg festgelegten Gebietsabtrennungen erinnern. Durch den Vertrag verlor Ungarn am 4. Juni 1920 etwa zwei Drittel seines Gebiets. Dieses Trauma wirkt bis heute nach.
Auf der Wand des Denkmals erscheinen nun die mehr als 12500 Ortsnamen des einstigen Königreichs Ungarn. Die Kosten des Denkmals betragen etwa 16 Millionen Euro.

Unbegleitete Minderjährige
Eine Expertengruppe des Europarats kritisierte Ungarn dafür, dass das Land im Bereich minderjähriger Flüchtlinge zu wenig für den Schutz von Mädchen vor sexueller Belästigung tut. Ungarn setze unbegleitete Kinder und Jugendlichen zu großen Risiken aus, indem das Land diese nicht in separaten Unterkünften unterbringe.

Wahlen

Bei den Wahlen zum europäischen Parlament trat in Ungarn die Regierungspartei Fidesz mit 52 Prozent der Stimmen als Sieger hervor. Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán scheint aber nach den Wahlen weniger auf Konfrontationskurs mit der EU zu sein. Und man scheint sich wieder an die EVP annähern zu wollen, deren Mitgliedschaft gerade suspendiert ist. Vor den Wahlen hatten Orbán angedroht, die Europäische Volkspartei verlassen zu wollen und mit anderen nationalkonservativen Parteien in Europa eine eigene Fraktion zu bilden.
Parteien wie MSZP, Jobbik und LMP verloren bei den Wahlen Stimmen. DK (Demokratische Koalition) – dahinter steckt der frühere Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány – kam allerdings auf 16 Prozent der Stimmen. Momentum erhielt zehn Prozent.

Opposition

In Ungarn kommt Bewegung in die Parteienstruktur. Die Demokratische Koalition (DK) erhielt bei den Wahlen zum europäischen Parlament Aufwind. Da DK in Budapest immerhin 20 Prozent der Stimmen erhielt, tauchen nun Gedankenspiele auf, wie man bei den im Oktober anstehenden Bürgermeisterwahlen Kapital schlagen könnte. Insbesondere geht es um den Oberbürgermeister von Budapest. Denn Fidesz erhielt in Budapest nur 41 Prozent der Stimmen. Momentum kam in Budapest auf immerhin 17,3 Prozent.

Neustrukturierung

Akademie der Wissenschaften
Die ungarische Akademie der Wissenschaften soll neu strukturiert werden. Die Akademie besteht bisher aus zehn Zentren und fünf Instituten und beschäftigt mehr als fünftausend Mitarbeiter. Diese sollen wegfallen. Statt dessen soll eine neue nationale Forschungsorganisation entstehen. Die Regierung soll dann die Hälfte der Mitglieder des Steuerungsgremiums ernennen können und alle Mitglieder des Aufsichtsgremiums.
Die Akademie bangt nun um ihre Unabhängigkeit. Die Regierung begründet die Änderung mit einer anzustrebenden Steigerung der Effizienz.

Unfall bei Autorennen

Bei einem Autorennen in der Stadt Totkomlos im Komitat Békes raste ein Rennwagen in eine Zuschauergruppe. Während der 10. Stadt-Rally mit mehr als hundert Teilnehmern verlor ein Wagenlenker die Kontrolle über sein Fahrzeug. Mindestens elf Menschen wurden verletzt. Zwei Personen wurden mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
Lesen Sie mehr in der Printausgabe.

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