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Rückblick

Schwäbische Hochzeit in Schomberg (Somberek)

Reise nach Großturwall (Törökbálint) und Südungarn
Ungarndeutsche Hochzeit in Schomberg (Somberek)
Foto: Markus Czinszky
Mit nur einer Hand voll freier Plätze im Bus starteten wir am Donnerstag, den 17. Mai zu unserer diesjährigen Reise nach Ungarn in unsere Partnerstadt Großturwall (Törökbálint). 47 Landsleute und Freunde aus Süßen und dem ganzen Kreis Göppingen sowie aus Karlsruhe und dem Schwarzwald konnte der Vorsitzende der Ortsgemeinschaft der Ungarndeutschen in Süßen, Markus Czinszky, im Namen des Organisationsteams begrüßen. Über Passau und Wien, mehrmals die Donau an unserer Seite, kamen wir am frühen Abend in Törökbálint an und wurden von unseren Freunden vom Schwäbischen Verein und von der Deutschen Selbstverwaltung herzlich zum Abendessen im Deutschen Haus empfangen.

Am Freitag machten wir uns auf den Weg nach Tata, Gerlingens Partnerstadt, rund 50 km von Törökalint entfernt. Die Stadtführung konnten wir in einem kleinen »Bähnchen« genießen und im Ungarndeutschen Landesmuseum, das in einer alten Mühle untergebracht ist, wurde uns die Kultur der deutschsprachigen Bevölkerung in der Vergangenheit und Gegenwart nahegebracht.

Nachmittags besuchten wir das Kamaldulenserkloster Majk und den Abend ließen wir in einer Csarda in Tök mit Kutschfahrt und Zigeunermusik ausklingen.

Als erstes stand am Samstagmorgen der Annahof bei Törökbálint auf dem Programm, wo wir bei einer interessanten Führung einiges über die Champignonzucht im ehemaligen Steinbruch erfuhren.

Von dort aus ging es weiter nach Budapest zur Markthalle, wo ein jeder nach freien Stücken die Zeit an den zahlreichen Ständen mit Souvenirs und kulinarischen Spezialitäten verbringen konnte.

Anschließend stand der Besuch der Firma »Zwack-Unicum« auf dem Programm. Im Besuchercenter des wohl größten und bekanntesten ungarischen Spirituosenhersteller bekamen wir bei einem Film sowie einer Führung durch das Museum und die Produktion Einblick in die Geschichte und die Produktpalette der Firma.

Am Samstagabend erwartete uns ein Höhepunkt unserer Reise, nämlich die Passionsspiele auf dem Steinberg bei Törökbálints Nachbarortschaft Budaörs. Die Premiere in deutscher Sprache eröffnete Imre Ritter, der neugewählte Abgeordnete der Ungarndeutschen im ungarischen Parlament. Nur mit der Natur auf dem Steinberg und dem monderhellten Sternenhimmel als Kulisse sowie einer hervorragenden Licht- und Tontechnik konnten wir diese beeindruckende Inszenierung der Passion Christi erleben.

Unser Ziel am Sonntag war Südungarn – mit unseren Freunden vom Schwäbischen Verein machten wir uns in zwei Autobussen auf die Reise zum Städtchen Mohács unweit der kroatischen Grenze an der Donau gelegen. Dort besuchten wir die in idyllischer Umgebung liegende Sankt-Nikolaus-Wassermühle.

Auf dem Programm standen dort die Vorführung einer Tretmühle sowie die Geschichte der historischen Wassermühle mit Besichtigung unterschiedlicher Mahlwerke, alter Werkzeuge und einer Vielzahl unterschiedlichster Mehlsäcke. Im Freien konnten wir anschließend direkt neben einem Holzbackofen das darin frisch gebackene Fladenbrot genießen.

Der Höhepunkt dieses Tages war die Aufführung einer schwäbischen Hochzeit im Dörfchen Somberek. In Originaltrachten und mit Hochzeitslader, Kapelle und Chor wurde die Braut zuhause abgeholt und in einem traditionellen Hochzeitszug ging es zuerst zur mit Blumen geschmückten Dorfkirche. Dort konnte natürlich keine wirkliche Trauung stattfinden, so wurden einige festliche Lieder gesungen.

Von der Kirche führte der Zug weiter zum Festsaal, wo dann ein jeder nach Herzenslust das traditionelle Hochzeitsmahl genießen konnte. Danach wurden die Hochzeitsgeschenke nach altem Brauch in einer großen Zeremonie übergeben. Die Kapelle spielte unermüdlich auf zum Tanz und so mischten sich auf der Tanzfläche die Besucher und die Gastgeber in ihren bunten Trachten. Am letzten Tag unserer Reise stand dann eine Rundfahrt in der Hauptstadt Budapest u. a. mit Burgberg, Zitadelle, Donaupanorama und dem Heldenplatz auf dem Programm.

Zurück in Törökbálint nahmen wir das Mittagessen ein, das unsere Freunde im Deutschen Haus für uns gekocht hatten. Im Anschluss ging es ins Dorfmuseum zum Kaffeenachmittag. Dort war für alle Gelegenheit zu plaudern und sich mit Freunden und Verwandten zu treffen und alten deutschen Volksliedern, vorgetragen vom schwäbischen Frauenchor, zu lauschen. Den Abend verbrachten wir dann schließlich in Etyek, einer ebenfalls ursprünglich deutschen Siedlung, bei einer Weinprobe vor einem der dort zahllosen Weinkeller. Auf dem Weg ins Hotel machten wir nochmals einen Abstecher nach Budapest und so konnten wir alles das, was wir am Vormittag gesehen und erklärt bekommen hatten, wunderschön beleuchtet bestaunen.
Markus Czinszky
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