archivierte Ausgabe 3/2013 |
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»Der Mischka-Batschi lebe hoch!« |
| Musikalische Glückwünsche beim 80. Geburtstag von Michael Lack im Gemeindezentrum |
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Michael und Leni Lack bedanken sich für die vielen musikalischen Geburtstagsgrüße
Foto: Hans Buchhofer |
Michael Lack ist in Gaildorf kein Unbekannter und schon gar nicht in Gaildorfs Partnergemeinde Budajenö. Seinen 80. Geburtstag feierte im Kreise seiner großen Familie, mit Freunden und Bekannten am vergangenen Samstag im Gemeindezentrum.
Wenn in der Familie von Michael Lack ein Fest gefeiert wird, dann dürfen musikalische Beiträge nicht fehlen. Ein Höhepunkt in der Lack-Familiengeschichte war sicher der 80. Geburtstag von Michael Lack am vergangenen Samstag. Michael Lack ist vielen Gaildorfern als der Mitbegründer und stetige Ansprechpartner der Partnerschaft zwischen Gaildorf und Budajenö bekannt. Man darf es getrost sagen: Ohne ihn würde diese Partnerschaft sicher nicht mehr bestehen und die Feiern zum 20-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zum Fest Peter und Paul am 29./30. Juni in diesem Jahr würden wohl nicht stattfinden. Als Mischka-Batschi ist er in Budajenö der bekannteste Gaildorfer und ist seit 2008 Ehrenbürger dieser Gemeinde vor den Toren von Budapest. Für Michael Lack sind die Tage in Budajenö ein Genuss, aber auch stressig, denn er muss dort viele Hände schütteln und Gespräche führen. Da er perfekt ungarisch spricht, ist dies für ihn kein Problem. Aber Michael Lack machte sich nicht nur einen Namen als der Motor der Partnerschaft, er ist auch seit Jahren der Dreh- und Angelpunkt der hier lebenden Ungarndeutschen. Er organsierte viele Jahrgangstreffen der Ungarndeutschen, organisierte zusammen mit seiner Frau Leni etliche Busfahrten nach Budajenö. Ein Höhepunkt war sicher die Gedenkfeier 1996 in der Limpurghalle anlässlich der Vertreibung der Ungarndeutschen vor 50 Jahren. Präsentiert wurde damals auch das Buch »Erinnerungen an die alte Heimat«, von Michael Lack verfasst, in dem die Bräuche und die Kultur der Ungarndeutschen in Budajenö und Telki festgehalten wurden. 60 Jahre lang war Michael Lack aktiver Musiker der Stadtkapelle Gaildorf, und die Musikerinnen und Musiker revanchierten sich dafür mit großem Orchester mit ihrem Dirigenten Hans Kriso mit einem Geburtagsständchen und spielten danach mit »kleiner Besetzung« zum Tanz auf. Musikalisch wurden der Jubilar und die Gäste richtig verwöhnt. Kinder und Enkelkinder sangen Choräle, vertonten selbst verfasste Texte auf bekannten Melodien, tanzten und ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Benjamin Lack mit seinem Vater Bernhard. Die beiden glänzten mit ihren wunderbaren Stimmen mit bekannten Operettenmelodien und erhielten wie auch alle anderen Aktivisten lebhaften Beifall. Dass dabei das berühmte Lied »Komm Zigan« aus der Operette »Gräfin Mariza« nicht fehlen durfte, war klar, und intonierten dabei das Lied mit so viel Inbrunst, dass sie dem Vater und Opa doch ein paar Tränen aus den Augen lockten. Dieser durfte aber stolz auf seine Kinder und Enkel sein, die ihm einen so wunderschönen Geburtstag bescherten, und vom dem er sicher noch viele Jahre träumen wird. Auch seiner zweijährigen Urenkelin Shiva hat es gefallen, die fleißig auf der Tanzfläche zu finden war.
Hans Buchhofer
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