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Zum Feierabend

Gedenktafel zur Vertreibung aus Györszövényház in Weilburg

Gedenktafel in Weilburg
Foto: Johann Geigl
Seit ca. einem Jahr liefen die Gespräche zur Realisierung einer Gedenktafel für die heimatvertrieben ungardeutschen Familien aus Györsövényház. Das Problem war, einen würdigen und dauerhaften Platz zum Anbringen der Granittafel in der Größe 90 x 60 cm zu finden. Mit Hilfe des Kreisvorsitzenden des Bundes vertriebener Deutscher, Josef Plahl, wurde in der Frankfurter Straße in Weilburg an der Außenseite der Mauer des alten Friedhofs ein Platz gefunden. Diese Mauerstück ist im Besitz der Stadt Weilburg. Der bis Ende Juni amtierende Bürgermeister gab die Genehmigung seitens der Stadt und hatte uns sogar noch die Genehmigung vom Denkmalamt eingeholt.

Durch einen Spendenaufruf hatte Johann Geigl die benötigten Finanzmittel schnell einsammeln können. Somit konnte die Gedenktafel mit den Familiennamen der heimatvertriebenen Ungardeutschen, welche am 5. Juni 1946 in Viehwaggons in Weilburg ankamen, jetzt nach 71 Jahren, angebracht und enthüllt werden.

Die Enthüllung nahm Johann Geigl mit Bürgermeister Hans Peter Schick und Josef Plahl BvD gemeinsam am Montag den 26. Juni vor. Zu dieser Gedenkfeier hatten sich mehr als 50 heimatvertriebene Ungardeutsche oder deren Nachkommen eingefunden. Von den städtischen Gremien und anderen Organisationen waren der Stadtverordnetenvorsteher Bruno Götz, der 1. Stadtrat Hartmut Eisenträger, Stadtrat Matthias Knaust, Ortsvorsteherin Margret Eisenträger und Otto Riedl, Obmann der Sudetendeutschen gekommen.

In der Rede von Johann Geigl wurde nochmals auf die schwierige Situation nach der Ankunft in Weilburg hingewiesen. Schließlich kamen schon mehrere Transporte mit Heimatvertriebnen und Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten und den anderen Ostblockstaaten an. Er betonte auch die schnelle und gute Integration der mehr als 90 Familien ( = 521 Personen) im Kreisgebiet Limburg und Weilburg. Anschließend verlas er eine Grußbotschaft der Landesbeauftragten der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, die unser Engagement lobte die Geschichte nicht zu vergessen sowie unsere Wurzeln, schließlich haben die Deutschen in der ehemaligen Heimat im Osten auch wesentlich zur Kultur und Wirtschaft beigetragen.

Bürgermeister Schick sprach über die Anstrengungen damals seitens der Kommunen diese Herausforderungen zu meistern. In Hessen waren damals mehr als 20 % der Bevökerung (ca. 200000) Heimatvertriebene oder Flüchtlinge.

Josef Plahl, Kreivorsitzender des Bundes vertriebenener Deutscher, schilderte in seiner Rede die politischen Umstände der Vertreibung. Nach der Enthüllung der Tafel durch Johann Geigl gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Peter Schick und Josef Plahl, BvD, hatten sich noch ca. 40 Personen zu einem Gedankenaustausch bei Kaffee und Kuchen im Hotel Lahnschleife eingefunden.
Johann Geigl
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