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Berichte aus Ungarn
Die innerstädtische Kirche in Baja stammt aus dem 18. Jahrhundert
Foto: Peter-Paul Weiler/BdV
Abgedreht!
2017 Schüler aus Fünfkirchen haben gewonnen
Es melden sich von Jahr zu Jahr immer wieder die Teams der ungarndeutschen und zweisprachigen Gymnasien bzw. Mittelschulen mit deutschem Sprachunterricht an und verpflichten sich, einen maximal zehn Minuten langen deutschsprachigen Film über die Ungarndeutschen zu drehen. Als Höhepunkt des Filmfests gilt der Kinotag, der dieses Jahr am 28. April in Budapest im Művész Kino veranstaltet wurde. Insgesamt wurden zwölf Beiträge dem Publikum vorgeführt. Die Schüler bearbeiteten in ihren Werken neben historischen Ereignissen wie Ansiedlung und Vertreibung auch aktuelle Fragen über Heimat oder Doppelidentität. Sie gewährten einen Einblick in ihren Alltag und zeigten ihre Sicht auf die deutsche Nationalität unseres Landes.
Dieses Jahr entschieden Claudia Walpuski, Pressereferentin der Deutschen Botschaft Budapest, Dr. Susanne Gerner, Leiterin des Germanistischen Instituts an der Universität Fünfkirchen und Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland, und György Hoffmann, Regisseur, über die Verleihung der Preise. Der erste Preis wurde dem Team des Fünfkirchener Valeria-Koch-Schulzentrums für den Film Zaubergine zugesprochen. Die Wettbewerbsteilnehmer stellten in einem humorvollen Film einen Tag der Schüler in der Unterstufe an ihrer Schule vor. Der zweite Preis ging an die jungen Filmemacher des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Baje. Über den dritten Preis freuten sich die Teilnehmer aus dem Áron-Tamási-Gymnasium aus Budapest. Die Veranstaltung wurde von der deutschen Botschaft unterstützt.

Jährliche Mitgliederversammlung der DUIHK

Am 4. Mai 2017 veranstaltete die Deutsch-Ungarische Industrie und Handelskammer (DUIHK) ihre jährliche Mitgliederversammlung.
Dabei fanden auch Vorstandswahlen statt. Dale A. Martin, Vorstandsvorsitzender der Siemens Zrt., wurde für weitere zwei Jahre zum DUIHK-Präsidenten gewählt. An der Veranstaltung nahmen der ungarische Wirtschaftsminister, Mihály Varga, und die Geschäftsträgerin der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Lieselore Cyrus, teil.
Der Minister sagte, dass deutsche Unternehmen in den letzten Jahren einen beträchtlichen Anteil an den Erfolgen der ungarischen Wirtschaft hatten und daher ihr Feedback eine besondere Rolle in der ungarischen Wirtschaftspolitik spiele. Lieselore Cyrus hob in ihrer Grußansprache vor der Mitgliederversammlung hervor, dass die DUIHK seit vielen Jahren ein enger und verlässlicher Partner der Deutschen Botschaft in Budapest sei. »Ihre fachliche Expertise und kluge Analyse machen sie zu einem unentbehrlichen und geschätzten Vertreter der deutschen Wirtschaft in Ungarn«, so Cyrus.
Ferner wies sie darauf hin, dass wirtschaftliches Handeln immer auch in einem gesellschaftlichen Kontext stattfinde. »Noch ist das Vertrauen der deutschen Unternehmen in Ungarn da, was auch die vielen Erweiterungsinvestitionen belegen. Aber Vertrauen ist ein kostbares Gut, das es gerade angesichts der regionalen Standortkonkurrenz zu erhalten gilt«, sagte die Geschäftsträgerin.
Auf der Mitgliederversammlung betonte Dale A. Martin, dass die DUIHK mit rund 900 Mitgliedern die größte bilaterale Unternehmensorganisation Ungarns sei. »In den 24 Jahren des Bestehens der Kammer hat sich der Warenaustausch zwischen unseren Ländern verzehnfacht und im vergangenen Jahr fast 48 Milliarden Euro erreicht«, so Martin. Er fügte hinzu: »Deutsche Unternehmen sind die wichtigsten Investoren im Lande, und auch aktuell erweitern zahlreiche Firmen ihre Standorte in Ungarn.« Zu den wichtigsten Aufgaben der nahen Zukunft gehören nach seiner Einschätzung die weitere Modernisierung der Ausbildungssysteme, die Abmilderung des Mangels an Fachkräften sowie die Herausforderungen, die sich aus der Digitalisierung für den Strukturwandel in der Wirtschaft ergeben.

Landesfinale
Jugend debattiert international
Die 17-jährige Franciska Budai von der Österreichischen Schule Budapest ist Siegerin des Landesfinales Ungarn von Jugend debattiert international. Die vier besten deutschsprachigen Debattantinnen und Debattanten Ungarns haben sich auf dem Landesfinale eine spannende Debatte zur Streitfrage »Soll in Ungarn ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt werden?« in der Fremdsprache Deutsch geliefert. Letztlich konnte Franciska Budai die Jury von ihrem rhetorischen Können überzeugen.
Gemeinsam mit der Zweitplatzierten Dóra Dömötör-Nagy vom Deutschen Nationalitätengymnasium Budapest vertritt sie Ungarn bei der Internationalen Finalwoche in Tallinn vom 25. bis 30. September. Dort treffen sie auf die Landessieger aus den anderen neun Projektländern Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und der Ukraine.
Das Publikum im Saal der Andrássy Universität folgte gespannt der Debatte und würdigte die Leistung der Debattanten mit einem großen Applaus. Das Landesfinale ist der Höhepunkt des Wettbewerbsjahres in jedem der Projektländer. Insgesamt nehmen ca. 2.300 Schüler an 150 Sekundarschulen in zehn Ländern Mittel- und Osteuropas an Jugend debattiert international teil. Das Projekt stärkt die Debatte als Medium demokratischer Auseinandersetzung und fördert die aktive Mehrsprachigkeit in Europa.
Jugend debattiert international – Länderwettbewerb in Mittel- und Osteuropa ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« (EVZ), der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. In Ungarn wird das Projekt unterstützt durch das Staatssekretariat für Familie und Jugend des Ministeriums für Gesellschaftliche Ressourcen, die Hanns-Seidel-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, die Andrássy Universität Budapest, E.ON Hungária Zrt. und ELMŰ-ÉMÁSZ Zrt.

DAAD-Stipendiaten
Empfang in der deutschen Botschaft
Im Rahmen des diesjährigen DAAD-Stipendiatenempfangs am 30. Mai in der Deutschen Botschaft Budapest wurde 25 ungarischen Studierenden und Graduierten verschiedener wissenschaftlicher Fachrichtungen wie auch jungen Forschern zu ihrem persönlichen Erfolg gratuliert. Die Geschäftsträgerin der Botschaft, Frau Lieselore Cyrus, betonte in ihrem Grußwort, dass der DAAD seit den 90er Jahren eine tragende Säule in den bilateralen Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland sei und wies auf die Vielfalt der akademischen Disziplinen hin, aus denen die Stipendiaten stammen. Diese würden jedes Jahr aus der großen Anzahl hervorragender Bewerber unter strengen Maßstäben ausgewählt und von Gutachtern aus beiden Ländern fachlich begutachtet.

Falling Walls Lab Budapest

Das nationale Vorentscheiden für die Teilnahme an der diesjährigen Falling Walls Konferenz in Berlin fand am 25. Mai an der Fakultät für Informationstechnologie und Bionik der Péter Pázmány Katholischen Universität in Budapest statt.
14 exzellente Nachwuchswissenschaftler bekamen die Möglichkeit im ungarischen Finale, ihre innovativen Forschungsprojekte der Jury und dem Publikum in jeweils 3+2 Minuten vorzustellen. Die engagierten jungen Studenten vertraten mehrere ungarische Universitäten und Fachbereiche. Geschäftsträgerin Lieselore Cyrus hob in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, der Förderung der Nachwuchswissenschaftler sowie der Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung hervor.
Die Falling Walls Konferenz findet 2017 mit symbolischer Bedeutung am 9. November zum neunten Mal in Berlin statt. Die Veranstaltung wird immer am Tag des Mauerfalls organisiert. Sie steht jedes Jahr unter dem Motto: »Welche Mauern in Wissenschaft und Gesellschaft fallen als Nächstes?« Die Konferenz will Mauern einreißen, Grenzen überwinden und Brücken bauen: In den Köpfen, im Denken und im Handeln. Jedes Jahr stellen Spitzenwissenschaftler aus aller Welt auf der Konferenz ihre Forschungsarbeit vor. Sie zeigen Lösungen für globale Herausforderungen wie Klimawandel und Energieerzeugung, Gesundheit, Ernährung, Sicherheit, nachhaltige Entwicklung etc. auf. Am 8. November wird das Programm durch das Falling Walls Lab ergänzt, auf dem 100 junge Nachwuchswissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt (die Gewinner der nationalen Wettbewerbe) ihre Projekte präsentieren werden.

ELI
Eröffnung des Laserzentrums
Am 23.05.2017 wurde das Laserzentrum des europäischen Großprojektes Extreme Light Infrastructure (ELI), eine weltweit einmalige Forschungsinfrastruktur, in Szeged feierlich eröffnet. Von Anfang an sind auch zahlreiche deutsche Einrichtungen, Forschungsinstitute (z. B. Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Fraunhofer-Institut für Lasertechnik) und Universitäten (Stuttgart, Jena, München) am Projekt beteiligt gewesen.
Nach der Übergabe des speziellen erschütterungsfesten Gebäudes werden nun die vier Laseranlagen aufgestellt, getestet und bis Ende 2018 in Betrieb gesetzt. Bei der Produktion der Lasersysteme sind auch deutsche Unternehmen tätig. Professor Ferenc Krausz, Direktor des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik, hielt einen sehr beeindruckenden Festvortrag, der auch den Laien einen guten Einblick in die Welt des neuen Großprojektes lieferte.
Lesen Sie mehr in der Printausgabe.

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