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Zum Feierabend
Erinnern, gedenken und Lehren ziehen
Seit dem Jahre 2005 vergegenwärtigen die Mitglieder des Traditionsbewahrungsvereins Wudigeß die Traditionen.
Gedenktafel zur Vertreibung aus Wudigeß
Die Budakesser Gemeinschaft erhielt von der Schriftführerin des Traditionsbewahrungsvereins Wudigeß, Czégény Béláné Bordács Éva, einige Fotos und den nachstehend verfassten Bericht der Vorsitzenden des Traditionsbewahrungsvereins, Dirigentin des Frauen- und des 2008 gegründeten gemischten Chores Edelmann und Mitglied des Deutschen Stadtrates Budakeszi, Nagy Mihályné Starcz Terézia, zur in diesem Jahr zum 6. Mal ausgerichteten Gedenkfeier zur Vertreibung, die in Budakeszi mit dem ersten Transport am 19. März 1946 begann.

Unsere, sehr geschätzte Tercsi schreibt: »Die Sängerinnen des Hagyományörzö Kör, des Frauenchores des Traditionsbewahrungsvereines, der Deutsche Stadtrat Wudigeß, Schüler der István-Széchenyi-Grundschule, Mitglieder des Vereines zur Traditionsbewahrung sowie des Freundeskreises des Heimatmuseums versammelten sich am 19. März– wie jedes Jahr – im Hof des Rathauses an der Gedenktafel zur Vertreibung. Dieses nach Josef de Pontes Entwurf gestaltete Werk stellt graphisch sehr getreu jene Verlassenheit und jene Schmerzen dar, die die Deportation unseren ausgewiesenen Landsleuten zugefügt hat. Franz Huber, der Vorsitzende der Budakesser Gemeinschaft, ging in seiner Rede auch auf das Schicksal des 1942 in Budakeszi geborenen Landsmann, Franz Finn, ein, der Ende Januar 1951, nach der Heimkehr aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft, zur Zwangsarbeit in das hermetisch abgeriegelte Lager Tiszalök interniert wurde und dort weiteren Leiden und Schmach ausgesetzt und zum Erdulden gezwungen war. Der Frauenchor des Traditionsbewahrungsvereins verschönerte mit seinem Gesang die Gedenkfeier. Dann trug ein Schüler der Széchenyi István Grundschule ein Gedicht von Josef Pable vor. Danach folgten die Kranzniederlegungen durch die Vizebürgermeisterin, Dr. Csutoráné Györi Ottilia, durch den Vorsitzenden der Budakesser Gemeinschaft, Franz Huber, durch den Deutschen Stadtrat Budakeszi, durch die Angehörigen der beiden o. g. anwesenden Vereine sowie durch die Schüler. Darauf ging die Festgemeinde in die Széchenyi-Grundschule. Hier sang der Frauenchor zuerst die Ungarische und nachfolgend die Ungarndeutsche Hymne, dann hörten wir ein Gedicht von Josef Stadler. Die Festrede hielt Teréz Starcz, die Kulturreferentin des Deutschen Stadtrates. Sie hob besonders hervor, dass wir deswegen gedenken, damit so etwas nie mehr geschehen soll. Die Vizebürgermeisterin begann ihre Ansprache mit der Begrüßung der Versammelten. [...]

Rosina Schmalzhaf
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