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Rückblick
Schambeker feierten ihren Kiritog in Nattheim
Margit Galina, Martin A. Jelli, Bürgermeister Bereska, Walter Henle und Anni Pfeiffer
Es war wieder ein erfreulicher und bewegter Nachmittag für die Landsleute und Freude aus Schambek; sie feierten ihren traditionellen Kiritog in der Patengemeinde Nattheim. Die Erinnerung an die ehemalige deutsche Gemeinde Schambek in Ungarn, die unvergesslichen Bräuche und Traditionen in der Dorfgemeinschaft, aber ganz besonders der beliebte Kiritog, der ein Höhepunkt im Kirchenjahr war, bleiben bei den in ihrer neuen Heimat lebenden Schambekern unvergesslich.

Dass sie mit diesem Fest sehr viel verbindet, kommt nicht von Ungefähr. Nach einer Überlieferung von 1749 bauten die damaligen deutschen Einwohner von Schambek (Zsámbék) ihre Kirche selbst. Nachdem im selben Jahr noch mit den Bauarbeiten begonnen werden konnte, war das Gotteshaus mit der kompletten Ausstattung bereits im Jahr 1754 fertiggestellt. Als Weihetag wurde vom damaligen Bischof der 24. Juni 1754 bestimmt, das Fest des Kirchenpatrons Johannes des Täufers. Seit dieser Zeit wurde in der alten Heimat der Kiritog am darauf folgenden Sonntag gefeiert, heute wird er am darauf folgenden Samstag begangen.

Diese Erinnerung ist auch der Anlass, dass Jahr für Jahr Landsleute und Freunde nach Nattheim kommen, um gemeinsam dieses Fest zu feiern. Mit dem Einzug der Trachtenträgerinnen, der Ministranten und des Zelebranten Pater Martin A. Jelli begann der heimatliche Festgottesdienst, der musikalisch vom Musikverein Nattheim unter der Leitung von Peter Schröppel hervorragend begleitet wurde. Die Vergangenheit lebte in den Landsleuten wieder auf, als während des Gottesdienstes der Schambeker Kirchenmarsch erklang wie auch der Trauermarsch »Teure Mutter«, der zum Gedenken an die Verstorbenen gespielt wurde. Nicht fehlen durfte nach dem Gottesdienst das Ständchen, das die Blaskapelle an diesem sonnigen Samstag, es war der 26. Juni, vor der Kirche spielte. Nattheims Bürgermeister Bereska sprach herzliche Grußworte an die Besucher. Das mitreißende Spiel der Blaskapelle spornte ihn zu einem Tänzchen mit den Trachtenträgerinnen an. [...]

Elisabeth Lunz
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