archivierte Ausgabe 6/2012 |
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| Personalien |
Ehrenmitgliedschaft |
| Hohe Auszeichnung für Prof. Cornelius P. Mayer |
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Universitätspräsident Alfred Forchel, Cornelius Petrus Mayer (Mitte) und Univizepräsident Wolfgang Riedel
Foto: Gunnar Bartsch |
Für sein herausragendes wissenschaftliches Werk hat die Julius-Maximilians-Universität Würzburg beim diesjährigen Stiftungsfest am 11. Mai Prof. Cornelius Petrus Mayer ausgezeichnet: Sie verlieh ihm die Ehrenmitgliedschaft. Mayer leitet in Würzburg das Zentrum für Augustinus-Forschung, ein An-Institut der Universität.
Cornelius Petrus Mayer wurde am 9. März 1929 in Weindorf (Pilisborosjenö) in der Nähe von Budapest geboren. Dort wuchs er auf, bis seine Familie in der Folge des Zweiten Weltkriegs vertrieben wurde. Eine neue Heimat fand sie in Walldürn, und Cornelius Mayer besuchte von nun an im unterfränkischen Münnerstadt das Gymnasium der Augustiner. Dieses schloss er 1949 mit dem Abitur ab. Noch im gleichen Jahr trat er in den Augustinerorden ein.
Mayer studierte Theologie und Philosophie an der Universität Würzburg und wurde am 26. März 1955 zum Priester geweiht. Ein Jahrzehnt war Pater Petrus, so sein Ordensname, anschließend Präfekt und Direktor des ordenseigenen Klosterseminars St. Augustin. Dann wurde er zum Promotionsstudium freigestellt. Er spezialisierte sich auf das Werk seines Ordensvaters Augustinus von Hippo, forschte unter anderem an der Sorbonne in Paris.
1968 promovierte Pater Petrus in Würzburg zum Doktor der Theologie. Nach der Habilitation 1973 lehrte er als Privatdozent das Fach Dogmatik und Dogmengeschichte an den Universitäten Würzburg, Frankfurt am Main und Saarbrücken, bevor er schließlich 1979 an die Universität Gießen auf die Professur für Systematische Theologie berufen wurde. Diese hatte er bis zu seiner Emeritierung 1995 inne.
In der Gießener Zeit etablierte Mayer die beiden Forschungsprojekte Augustinus-Lexikon und Corpus Augustinianum Gissense, die in der Forschung als Standardwerke internationale Anerkennung genießen. Zunächst förderte die Deutsche Forschungsgemeinschaft das Projekt des Augustinus-Lexikons zehn Jahre lang. Danach wurde es als wissenschaftliches Langzeitunternehmen in die Betreuung und Finanzierung durch die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur überführt. Am 28. August 1986, dem kirchlichen Festtag des Heiligen Augustinus, wurden die ersten beiden Faszikel des Augustinus-Lexikons der Öffentlichkeit und der Wissenschaftswelt vorgestellt. [...]
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